Drei Vorbilder im Glauben

Schadrach, Meschach, Abed-Nego. Drei Männer stehen vor König Nebukadnezzar, weil sie ihre Glaubensüberzeugung nicht aufgeben wollen (Dan 3, 14-21.49.91-92.95). Sie können es nicht mit dem Gewissen vereinbaren, sich vor den Götzen des Königs niederzuwerfen und andere Götter anzubeten als den Gott, an den sie glauben: Jahwe.

Was vor 2600 Jahren geschah, geschieht in ähnlicher Form auch heute. Christen in Nordkorea, die sich nicht vor dem Bronzestandbild von Kim Il-sung und Kim Jong-il verbeugen wollen, landen im Arbeitslager. Und: Christen in Deutschland, die die Götzen des Nationalsozialismus nicht verehren wollten, kamen ins Konzentrationslager.

Die drei Männer in Babylon, die vielen namenlosen Christen in Nordkorea, die bekannten und unbekannten Opfer des NS-Regimes – sie alle eint der Glaube an Gott. Nebukadnezzar fasst ihre Haltung zusammen: „Im Vertrauen auf ihn haben sie lieber den Befehl des Königs missachtet und ihr Leben dahingegeben, als dass sie irgendeinen anderen als ihren eigenen Gott verehrten und anbeteten.“

Und noch etwas wird deutlich: Es ist nicht gut, gegen sein Gewissen zu handeln. Vor 2600 Jahren nicht und heute auch nicht.

(Josef Bordat)