Medien suchen Frieden

Welche Rolle spielen die Medien im Hinblick auf das Leitmotiv des Katholikentags – „Suche Frieden“? Dieser und anderen Fragen stellte sich das Große Podium der Wochenzeitung „Kirche+Leben“ im Bistum Münster.

Die Veranstaltung zum Thema „Journalismus in Zeiten von Hassmails und Shitstorm“ fand zur Mittagsstunde bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein statt. Dennoch war die Aula des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums voll besetzt. Das Thema zieht. Kein Wunder – alle Menschen nutzen Medien. So, wie man nicht nicht-kommunizieren kann, so kann man sich eben auch nicht ganz aus dem medialen Geschehen herausnehmen. Wer nicht im Facebook oder auf Twitter kommentiert und bewertet, überlässt das Feld den Anderen – und wertet ihre Positionen damit nolens volens auf.

Der Politikwissenschaftler und Publizist Andreas Püttmann. Foto: JoBo, 5-2018.

In seinem Impulsreferat skizziert der Bonner Politikwissenschaftler und Publizist Andreas Püttmann die Szenerie des Journalismus‘ heute. Er stehe unter dem im Internet herrschenden Zeitdruck sowie dem Druck der Ausdifferenzierung des Angebots, einhergehend mit dem Wegfall von Grenzen zwischen professionellen und privaten Medienakteuren. Das sorge für eine hohe Fehleranfälligkeit einerseits und führe andererseits zu einem gewachsenen Bedarf an Prüfung des Veröffentlichten auf den Wahrheitsgehalt hin. Informationen seien schnell, aber Wahrheit brauche Zeit.

Wie es mit dem Selbstverständnis der professionellen Publizistik aussieht – in einer Zeit, in der sich jeder zum Mitschreiben berufen fühlt – lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Tagespost.

(Josef Bordat)

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