Frieden, Freiheit, Fußball

Der etwas andere Blick auf die WM-Teilnehmer

Man kann sich den Mannschaften der in einer Woche beginnenden Fußballweltmeisterschaft auf ganz unterschiedliche Weise nähern. Man kann Favoriten ausmachen, man kann feststellen, dass zehn der G20-Länder Mannschaften entsenden (wenn man England für Großbritannien spielen lässt) oder auch zu der Erkenntnis gelangen, dass von den bisherigen Titelträgern nur einer fehlt: Italien. Und: Mit Island und Panama haben zwei Länder WM-Premiere.

Man kann aber auch ein wenig hinter die Fassade schauen und herauszufinden versuchen, wie es um Frieden und Freiheit in den WM-Nationen ausschaut. Dazu drei Hinweise.

1.) Sieben der 32 Teilnehmernationen tauchen auch im Open Doors-Weltverfolgungsindex 2018 auf (in Klammern die Platzierung): Iran (10), Saudi-Arabien (12), Nigeria (14), Ägypten (17), Tunesien (30), Mexiko (39) und Kolumbien (49).

2.) Als „Feinde der Pressefreiheit“ führt Reporter ohne Grenzen im aktuellen Bericht die folgenden WM-Länder auf: Russland, Mexiko, Ägypten, Iran und Saudi-Arabien; bis auf den Turniergastgeber Russland alles Länder, die bereits zu den größten „Feinden der Christenheit“ zählen (vgl. Punkt 1).

3.) Und wie ist es um den Frieden in den Teilnehmernationen bestellt? Der „Global Peace Index 2018“ fertigt den folgenden Ländern ein schlechtes Zeugnis aus: Russland, Mexiko, Kolumbien, Ägypten, Iran, Nigeria und Saudi-Arabien. Aber auch drei der fünf friedlichsten Staaten sind dabei: Portugal, Dänemark und Island.

Die Fußballweltmeisterschaft bietet eine gute Gelegenheit, auf die Missstände in den Ländern hinzuweisen. Und das gleich beim Eröffnungsspiel: Russland gegen Saudi-Arabien.

(Josef Bordat)

Advertisements