Kollektiv und Individuum. Oder: Wie es zusammen besser geht

Wenn man sich das WM-Geschehen anschaut, kann man den Triumph starker Kollektive über herausragende Individuen erkennen.

Frankreich, Belgien, England und Kroatien haben einen ausgeglichenen Kader von sehr guten Spielern, ohne dass jemand allzu weit herausragt.

Das gilt auch für andere Mannschaften, die verhältnismäßig erfolgreich waren, also Schweden, Japan, Russland, Dänemark.

Mannschaften hingegen, die zu sehr auf einzelne Superstars setzten, scheiterten, allen voran Argentinien und Portugal, aber auch Brasilien und Polen.

Sie schieden aus, weil der Abstand zwischen dem Besonderen und dem Gewöhnlichen zu groß war, um jenem durch dieses Geltung zu verschaffen.

Die WM ist also auch eine Manifestation der Bedeutung von Gemeinschaft, die immer dann besonders gut funktioniert, wenn sich der Einzelne zum Wohle aller einordnet.

(Josef Bordat)

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