Amokfahrt im Ruhrgebiet

Während in der Silvesternacht überall in Deutschland die Menschen das neue Jahr begrüßten, hat ein Mann im Ruhrgebiet offenbar eine Amokfahrt unternommen. In Essen und in Bottrop fuhr er mit seinem Auto in Menschengruppen bzw. verfolgte gezielt Menschen, die zu Fuß unterwegs waren. Es gab mindestens vier Verletzte.

Über das Motiv des mutmaßlichen Täters ist bislang zweierlei durchgesickert. Der 50-Jährige soll möglicherweise psychisch krank sein und sich bei seiner Festnahme fremdenfeindlich geäußert haben. Die Opfer sind Syrer und Afghanen. Die Polizei vermutet, der Mann habe die Opfer in dieser Eigenschaft gezielt ausgesucht. Damit handelte es sich um ein rassistisch motiviertes Attentat.

Was immer die Ermittlungen ergeben: Diese Nachricht zeigt, dass 2019 gesellschaftlich nicht einfacher wird als 2018. Und Nachrichten über Gewalt gegen Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr, die in der Silvesternacht Streit schlichten und sich um Menschen kümmern wollten, machen die Ausgangslage nicht besser.

(Josef Bordat)