Fest des Lebens – trotzdem

Zutiefst verstörend, diese Nachricht: Christus ist auferstanden! Wie soll das geschehen: Auferstehung? Doch an diese Nachricht haben wir uns gewöhnt, schließlich hören wir sie jedes Jahr zu Ostern. Nichts Neues. Eine Antwort zu geben, drängt nicht.

Zutiefst verstörend, diese Nachricht: Bei mehreren Anschlägen in Sri Lanka sterben über 100 Menschen, in Kirchen, in Hotels. Wie kann das geschehen? Gewöhnen wir uns auch an solche Nachrichten? So sehr, dass wir sagen: „Nichts Neues!“?

Katholische Christen, Schwestern und Brüder im Herrn, hatten sich in den Kirchen versammelt, um die Auferstehung und das Leben zu feiern. Und fanden bei deser Feier, der schönsten und wichtigsten, die das Christentum kennt, den gewaltsamen Tod.

Das schreit zum Himmel! Wo warst Du, Gott? Hättest Du die Menschen nicht vor dem Terror bewahren können? Dieses eine Mal! – Nur um den Preis, den Attentätern die Freiheit zum Bösen zu nehmen. Das widerspräche der Liebe Gottes, die allen Menschen Freiheit gibt. Zum Beten. Zum Töten.

Nicht der Bombenanschlag hat das letzte Wort. Nicht der Terror, nicht der Krieg, nicht die Gewalt. Nicht die Botschaft der Attentäter. Das letzte Wort hat die biblische Botschaft der Osternacht: Jesus lebt. Und Er ist bei uns alle Tage, bis ans Ende der Welt.

(Josef Bordat)