Alexander von Humboldt

Heute vor 250 Jahren wurde der bedeutende Naturforscher Alexander von Humboldt geboren

Am 14. September 1769 wird Alexander von Humboldt in Berlin geboren. Am 6. Mai 1859 stirbt er – ebenfalls in Berlin. Hört sich nach einer typischen preußischen Karriere im 19. Jahrhundert an – einmal Berlin, immer Berlin. Doch der Eindruck täuscht: Alexander von Humboldt hatte die Welt bereist, als er hochbetagt das Zeitliche segnete.

In seinem während sieben Jahrzehnten entstandenen Gesamtwerk schuf Alexander von Humboldt „einen neuen Wissens- und Reflexionsstand des Wissens von der Welt“ (Ottmar Ette: Alexander von Humboldt und die Globalisierung. Das Mobile des Wissens, 2009). Seine mehrjährigen Forschungsreisen führten ihn nach Lateinamerika (wo er als der eigentliche „Entdecker“ des Kontinents bis heute hohes Ansehen genießt), in die USA sowie nach Zentralasien.

Wissenschaftliche Feldstudien betrieb er unter anderem auf den Gebieten der Physik, Chemie, Geologie, Mineralogie, Botanik, Vegetationsgeographie, Zoologie, Klimatologie, Ozeanographie und Astronomie, aber auch zu Fragen der Wirtschaftsgeographie, der Ethnologie und der Demographie. Dabei stand Alexander von Humboldt mit zahlreichen international bedeutenden Spezialisten der verschiedenen Fachrichtungen in Kontakt.

In dieser transdisziplinären Forschung entdeckte Alexander von Humboldt ökologische Zusammenhänge, die hochaktuell sind. Alles interagiere miteinander und wirke wechselbezüglich, war er überzeugt. Die Menschheit, so warnte Alexander von Humboldt, habe die Macht, die Umwelt zu zerstören – mit katastrophalen Folgen. 250 Jahre nach seiner Geburt wissen wir, was das bedeutet.

(Josef Bordat)