Ida Siekmann

Ida Siekmann wohnte in der Bernauer Straße 48 in Berlin. Ihre Wohnung lag im Osten, die Straße selbst im Westen. Der Mauerbau, der am 13. August 1961 begann, riegelte die Gebäude in der Bernauer Straße ab – Fenster und Türen werden nach und nach zugemauert.

Solange es möglich war, fliehen die Bewohnerinnen und Bewohner in den Westen. Auch Ida Siekmann. Beim Sprung aus dem Fenster ihrer Wohnung verletzt sie sich schwer und stirbt wenig später. Das war am 22. August 1961 – neun Tage nach der Abriegelung Ost-Berlins.

Ida Siekmann war das erste Todesopfer an der Berliner Mauer. Mindestens 140 Menschen starben an der Mauer.

(Josef Bordat)