Zusammenhalten in der Krise

Dass die Kritik an den Handelnden in einer akuten existenziellen Krise tendenziell zurückgeht und Unzufriedenheit mit Kleinigkeiten oft der Anerkennung des prinzipiell Richtigen weicht, ist nichts Neues. Dass aber die Bundesregierung im aktuellen „ARD-Deutschlandtrend“ so gut abschneidet und vor allem die Union stark von den derzeitigen Maßnahmen profitieren kann (sie erhielte bei Bundestagswahlen derzeit 34 Prozent), kommt dann doch etwas überraschend. Angela Merkel, Olaf Scholz und Jens Spahn sind die momentan beliebtesten Krisenmanager; sie legen in der Wählergunst um 11, 17 bzw. 9 Prozent zu. Auch, dass immer noch 93 Prozent die drastischen (aber sicher notwendigen) Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus unterstützen (nach 95 Prozent vor zehn Tagen), ist alles andere als selbstverständlich.

Deutschland einig Vaterland. Endlich mal.

(Josef Bordat)