St.-Elisabeth-Kirche in Berlin erneut Ziel eines Anschlags

Die katholische St.-Elisabeth-Kirche in Berlin-Schöneberg, mir persönlich gut bekannt und als Gebäude von besonderem Reiz, ist offenbar erneut von radikalen Abtreibungsbefürwortern mit Farbe attackiert worden – zum mittlerweile dritten Mal in 14 Monaten. Wie die Pfarrei St. Matthias, zu der St. Elisabeth gehört, auf ihrer website mitteilte, wurden die Fassade und das Eingangsportal des Gotteshauses mit roter Farbe und der englischen Pro-Abtreibungs-Parole „My body, my choice“ („Mein Körper, meine Entscheidung“) beschmiert.

Was ich zu dem ersten Fall der – mittlerweile kann man es wohl sagen – Anschlagsserie geschrieben habe, gilt nach wie vor: „Eine Melange aus Dummheit und Selbstgerechtigkeit wird als Grundlage einer Moral missverstanden. Sie offenbart die höchste Form von Intoleranz: ‚Was mir nicht passt, hat kein Existenzrecht!‘ – ein Denken, das im äußersten Fall die physische Vernichtung billigt, ein Denken, aus dem Völkermorde entstehen, ein faschistoides Denken.“ Ein Denken, zu dem dann, zuende gedacht, die Parole „My body, my choice“ wieder ganz gut passt, soweit das „my body“ dabei soweit gefasst wird, dass mit „my choice“ gar keine moralischen Konflikte mehr aufkommen können.

(Josef Bordat)