Ostern im Alltag

Nach einigen freien und weitgehend ruhigen Tagen beginnt heute wieder der Alltag der Arbeitswelt. Die Kirche feiert weiter Ostern. Das macht sie die ganze Woche lang – Osteroktav. Ostern bleibt im kirchlichen Vollzug gegenwärtig, auch im Alltag.

Die Kirche vergegenwärtigt sakramental einen Vorgeschmack des Ewigen Lebens inmitten der Zeitlichkeit unseres Daseins. In seiner Einführung in das Christentum schreibt Josef Ratzinger (Benedikt XVI.): „Das im Glauben eröffnete Mit-Christus-Sein ist begonnenes Auferstehungsleben“, was bedeutet, dass der „Dialog des Glaubens jetzt schon Leben [ist], das durch den Tod nicht mehr zerbrochen werden kann“.

Wir Kinder Gottes sind Kinder der Auferstehung, weil Gott ein Gott des Lebens ist. Die bis zum Pfingstfest brennende Osterkerze erinnert daran ebenso wie das Halleluja, das nun in den Liedern der Liturgie den Refrain bestimmt.

Wenn auch der Preis von Schokoladenhasen ab heute dramatisch einbricht – der Wert des leeren Grabes bleibt konstant: Auferstehung und Leben, Leben in Fülle, Ewiges Leben. Wir dürfen weiterfeiern. Tun wir das.

(Josef Bordat)