Nikolaus versus Weihnachtsmann

Seit Jahren tobt in der Adventszeit ein Mini-Kulturkampf um die Schokofigur auf dem Gabentisch.

Mal abgesehen von der unterschiedlichen zeichenhaft-symbolischen Repräsentation – mit Mitra und Bischofsstab, mit Kaputze und Rute – geht es um etwas Anderes: Um das Prinzip des nikoläusischen Denkens und die Haltung, die hinter seinen guten Taten stand. Die gerät beim konsumistischen Weihnachtsmann doch etwas ins Hintertreffen.

Nikolaus hilft Menschen in Schwierigkeiten. Da ist eine Stadt in Hunger, da sind Menschen in Seenot, da sind drei Töchter, die in der damaligen Gesellschaft keine Perspektive haben. Nikolaus hilft ihnen allen, phantasievoll und konkret. Wenn man das verinnerlicht hat und heute konsequent danach handelt, darf man auch mal einen Schokoladen-Weihnachtsmann essen.

(Josef Bordat)