Wormser Landesausstellung eröffnet

Die Ausstellung „Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021“ ist noch bis Ende des Jahres zu sehen.

An diesem Wochenende öffnet im Wormser Andreasstift die Landesausstellung „Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021“ ihre Pforten. Anlass der Ausstellung zur Gewissensfreiheit ist der Wormser Reichstag 1521, der sich in diesem Jahr zum 500. Mal jährt. Die Widerrufsverweigerung Martin Luthers vor Karl V. ist so etwas wie das Paradigma des Gewissensgebrauchs.

Luthers Beispiel folgten seither viele Menschen. Die meisten, ohne dass wir von ihnen wissen. Doch von einigen Menschen, die öffentlich von ihrem Gewissen in Freiheit Gebrauch machten, wissen wir. Die Landesausstellung „Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021″erzählt ihre Geschichte. Sophie Scholl und Nelson Mandela, Moses Mendelssohn und Greta Thunberg, Olympe de Gouges und Georg Büchner. Und viele andere mehr.

Einer von ihnen ist Bartolomé de Las Casas. Ihn vorzustellen war meine Aufgabe und ich freue mich sehr, damit zu der Ausstellung beitragen zu dürfen. Ich bin fest davon überzeugt, dass Las Casas – ein Zeitgenosse Luthers – unbedingt in diese Reihe der herausragenden Persönlichkeiten hineingehört, und war daher sehr froh, als die Anfrage des Kurators kam, den Dominikaner in Worms zu präsentieren.

Wer sonst noch in den illustren Kreis der Beispiele gelebter Gewissensfreiheit aufgenommen wurde, erfahren sie im Programm (pdf). Und natürlich dann, wenn Sie die Ausstellung besuchen. Gelegenheit dazu haben Sie noch bis zum 30. Dezember 2021.

(Josef Bordat)