Franz Jägerstätter

Du musst Dich entscheiden: Katholik oder Nationalsozialist – beides zusammen geht nicht. Dessen war sich Franz Jägerstätter ganz sicher. So verweigerte er nach dem „Anschluss Österreichs“ den Wehrdienst, wurde verhaftet, nach Tegel gebracht, wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode verurteilt und in Brandenburg (Havel) ermordet. Als Märtyrer wurde Franz Jägerstätter 2007 selig gessprochen.

Franz Jägerstätter hat aus seinem christlichen Glauben heraus eine Gewissensentscheidung getroffen, die ihn auch heute zu einem ganz aktuellen Vorbild macht. Zu nichts seine Zustimmung zu geben, bei nichts mitmachen, was offenkundig grundfalsch ist – diese Haltung braucht es auch heute.

Ein biographischer Spielfilm über Franz Jägerstätter läuft am 30. Januar in den deutschen Kinos an: „Ein verborgenes Leben“ (Original: „A Hidden Life“) des US-Regisseurs Terrence Malick mit August Diehl in der Rolle des Franz Jägerstätter.

(Josef Bordat)

Weltverfolgungsindex 2020: Angriffe auf Kirchen nehmen massiv zu

Heute wurde in Kelkheim der Weltverfolgungsindex 2020 des Hilfswerks Open Doors veröffentlicht. Neben vielem, an das man sich über die Jahre gewöhnt hat (die Lage von Christen verschärft sich in vielen Ländern der Erde, insbesondere in den sattsam bekannten Verfolger- und Unterdrückerstaaten Nordkorea, Afghanistan, Somalia, Libyen, Pakistan, Eritrea, Sudan, Jemen, Iran und Indien – die diesjährige unrühmliche „Top Ten“ mit den „üblichen Verdächtigen“), gab es 2019 auch eine neue Entwicklung: Immer öfter werden Kirchen und kirchliche Einrichtungen attackiert, zerstört oder unter Druck geschlossen. 9500 seien es nach Einschätzung von Open Doors gewesen, 2018 waren es 1850 – eine Verfünffachung, die auch hierzulande spürbar ist.

Alles weitere hier.

(Josef Bordat)

Zölibat

Der Zölibat ist wertvoll. Er ist kein Zwang, denn niemand ist gezwungen, Priester zu werden. Einfach aufgeben kann man die Verpflichtung zum priesterlichen Zölibat nicht. Schon gar nicht aus den falschen Gründen. – Sieben Gründe für den Erhalt einer katholischen Einrichtung.

1. Bibel

Der Zölibat lässt sich zunächst biblisch begründen. Man findet im Neuen Testament die Empfehlung des Apostels Paulus, ehelos zu bleiben, wenn man die Nachfolge Christi ernsthaft antreten will (vgl. 1 Kor 7, 32-35). Allerdings lassen sich auch Ausnahmen vom Zölibat biblisch begründen. Der erste Papst war verheiratet. Zumindest ist von einer Schwiegermutter des Simon Petrus die Rede, die von Jesus geheilt wird (vgl. Mk 1, 29-31; Lk 4, 38-39; Mt 8, 14-15). Auch andere Stellen deuten darauf hin (vgl. 1 Tim 3, 2 und 12; Tit 1, 6). Unter Umständen waren auch weitere Apostel verheiratet, schließlich schreibt Paulus der Gemeinde von Korinth: „Haben wir nicht das Recht, eine gläubige Frau mitzunehmen, wie die übrigen Apostel und die Brüder des Herrn und wie Kephas?“ (1 Kor 9, 5). Dagegen wiederum kann man einwenden, dass die Ehen vor der Berufung zur Nachfolge geschlossen wurden. Auch heute darf ein zum Katholizismus konvertierter Priester einer anderen christlichen Gemeinschaft verheiratet bleiben (Zölibatsdispens nach Kanon 1049, CIC).

Der Zölibat wird von Paulus vorgeschlagen, um „in rechter Weise und ungestört immer dem Herrn dienen“ zu können (1 Kor 7, 35). Grundsätzlich gilt für die Nachfolge Christi das Prinzip der Bindungslosigkeit gegenüber weltlichen Dingen: Das Loslassen, das Verlassen weltlicher Bezugssysteme (Familie, Arbeit, Heimat) steht am Beginn der Berufung (vgl. Mt 4, 18-22). Nach kirchlicher Interpretation der Schrift hat Jesus selbst zölibatär gelebt; die Evangelien berichten nichts über eine Ehe Jesu (was sie aufgrund der Bedeutung der Ehe im Judentum mit Sicherheit getan hätten, wäre Jesus verheiratet gewesen).

2. Theologie

Es gibt darüber hinaus gewichtige theologische Argumente in der Debatte um die Bedeutung von Ehelosigkeit und Enthaltsamkeit der Priester und Ordensleute. Zeichen, Charisma und Nachfolge sind die drei theologischen Hauptgründe für den Zölibat. Zunächst wird der Zölibat als Hinweis auf das Himmelreich angesehen, wo es ebenfalls keine Ehe gibt (vgl. Mk 12, 25). Sodann wird die Ehelosigkeit als Gnadengabe betrachtet, die den Priester in besonderer Weise auszeichnet. Schließlich stehen Priester in der Nachfolge Jesu und sollen ihre Berufung durch eine möglichst enge Orientierung an Jesu Leben und Lehre zum Ausdruck bringen. Zum Leben Jesu gehört die Ehelosigkeit ebenso wie zu seiner Lehre: Ehelosigkeit „um des Himmelreiches willen“ ist einer der Evangelischen Räte (vgl. Mt 19, 12).

3. Pastoral

Es gibt darüber hinaus aber auch pastorale Gründe für den Zölibat. Ehelose Priester können sich ganz auf die Arbeit in ihrer Gemeinde konzentrieren und brauchen bei der Ausübung ihrer Tätigkeit keine Rücksicht auf eine Familie zu nehmen. Sie sind unabhängig, flexibel und – in antiklerikalen Systemen – weniger leicht erpressbar. Das ist heute in vielen Teilen der Welt höchst relevant. Ganz pragmatisch betrachtet ist es auch materiell einfacher, allein zu leben. Man braucht nur für sich zu sorgen und hat außerdem die Möglichkeit, einem Armutsideal zu folgen, das man einer Familie (insbesondere auch Kindern) nicht zumuten kann.

4. Geschichte

Für die historische Entwicklung der zölibatären Nachfolge Christi ist entscheidend, dass eingedenk des Geheimnisses der Menschwerdung Gottes in Jesus die christliche Theologie seit Paulus Leib und Seele zusammenführt und die Körperlichkeit und Sexualität des Menschen daher Teil seines religiösen Glaubens werden. Die Enthaltsamkeit erfährt im Christentum eine nie dagewesene Aufwertung, weil man durch sie Seele und Leib, den „Tempel des Heiligen Geistes“ (1 Kor 6, 19), ganz auf Gott auszurichten vermag. So sieht Lucetta Scaraffia die Entscheidung für den Zölibat als das „Ergebnis eines kulturellen Kontexts“, in dem man überzeugt war, „an der Schwelle zur Wiederkehr Christi zu stehen, weswegen es notwendig erschien, die Kontinuität der Welt zu vereiteln“ (S. 75). Das war eine völlig neue Weltsicht: „In einer Gesellschaft, in der jeder verpflichtet war, seine Funktion, seinen Beruf, seinen Wohnsitz unverändert beizubehalten und zur Reproduktion der Gruppe von Menschen beizutragen, der er angehörte, bedeutete die Entscheidung für Keuschheit und Armut, mit allem zu brechen: eine Revolution“ (ebd.). Diese „Revolution“ nahm im Zuge des Zweiten Laterankonzils (1139) Form an: Die Ungültigkeit der nach der Weihe geschlossenen Ehe sowie die Ungültigkeit der nach dem Eheschluss vollzogenen Weihe fanden Eingang ins Kirchenrecht. Am Ende der Zölibatsdebatte steht also die Trennung der Christenheit in Klerus und Laien.

5. Gegenwart

Das Zweite Vatikanische Konzil hat den Zölibat bestätigt. Es betont im Dekret Presbyterorum ordinis („Über Dienst und Leben der Priester“, 1965) unter der Überschrift „Besondere Erfordernisse für das geistliche Leben der Priester“, der Zölibat sei „in vielfacher Hinsicht dem Priestertum angemessen“, denn die priesterliche Sendung sei „gänzlich dem Dienst an der neuen Menschheit geweiht, die Christus, der Überwinder des Todes, durch seinen Geist in der Welt erweckt“ (Nr. 16). Weiter heißt es: „Durch die Jungfräulichkeit und die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen werden die Priester in neuer und vorzüglicher Weise Christus geweiht; sie hängen ihm leichter ungeteilten Herzens an, schenken sich freier in ihm und durch ihn dem Dienst für Gott und die Menschen, dienen ungehinderter seinem Reich und dem Werk der Wiedergeburt aus Gott und werden so noch mehr befähigt, die Vaterschaft in Christus tiefer zu verstehen. Auf diese Weise bezeugen sie also vor den Menschen, dass sie sich in ungeteilter Hingabe der ihnen anvertrauten Aufgabe widmen wollen, nämlich die Gläubigen einem Mann zu vermählen und sie als keusche Jungfrau Christus zuzuführen; so weisen sie auf jenen geheimnisvollen Ehebund hin, der von Gott begründet ist und im anderen Leben ins volle Licht treten wird, in welchem die Kirche Christus zum einzigen Bräutigam hat. Darüber hinaus sind sie ein lebendiges Zeichen der zukünftigen, schon jetzt in Glaube und Liebe anwesenden Welt, in der die Auferstandenen weder freien noch gefreit werden“ (ebd.). Mehrere Synoden der letzten Jahre und Jahrzehnte haben die Bedeutung des Zölibats betont und sich für dessen Beibehaltung ausgesprochen; zuletzt die XI. Ordentliche Generalversammlung der Weltbischofssynode (2005) zum Thema „Die Eucharistie: Quelle und Höhepunkt des Lebens und der Sendung der Kirche“, auf der sich etwa 80 Prozent der Bischöfe für den Zölibat ausgesprochen hat.

6. Priestermangel

Innerhalb der Kirche sehen Kritiker das Priesteramt künftig quantitativ derart geschwächt, dass man mit der Aufhebung des „Pflichtzölibats“ Berufungen erleichtern und auch nicht-zölibatär lebende, verheiratete Männer als Diakone oder viri probati verstärkt in der Pastoral einsetzen müsse; die II. Ordentliche Generalversammlung der Weltbischofssynode (1971) hatte das noch explizit abgelehnt, aber die Debatte nicht aufhalten können.

Wir jammern hier auf hohem Niveau. In Deutschland kommt ein Priester auf 1500 Katholiken, in Asien und Afrika kommt ein Priester auf 3000 bzw. 4500 Katholiken. Damit ist das Betreuungsverhältnis hierzulande doppelt bis dreifach so gut wie in Asien und Afrika. Betrachtet man die tatsächliche Teilhabe am Gemeindeleben und den Empfang der Sakramente, wird die Quote für Deutschland noch günstiger, denn während bei uns nur jeder Zehnte zur Sonntagsmesse geht, sind es in anderen Teilen der außerdeutschen Welt dreißig, vierzig Prozent – trotz einer oft stundenlangen Anreise zur nächstgelegenen Kirche.

Ferner: Wenn der Zölibat wirklich das Problem wäre, müsste die Evangelische Kirche keine Nachwuchssorgen haben, was ihre Geistlichen angeht. Hat sie aber, noch viel mehr als die Katholische Kirche. Was es hierzulande gibt, das ist ein massiver Mangel an Gläubigen. Doch ob sich dieser ausgerechnet durch verheiratete Priester beheben lässt? Auch in dieser Hinsicht lassen die hiesigen Evangelischen Landeskirchen nichts Gutes erahnen. Im übrigen scheitern nur sehr wenige katholische Priester an der „Bürde“ des Zölibats. Der Anteil der Priester, die ihr Amt niederlegen, um in den Stand der Ehe eintreten zu können, liegt bei unter zwei Prozent, während fast die Hälfte aller geschlossenen Ehen innerhalb der ersten zehn Jahre scheitert.

7. Missbrauch

Ist der Zölibat Schuld an den fürchterlichen Nachrichten, die uns erreichten? Aus Irland, Australien, USA, Deutschland, Holland. Nein, denn es gibt keinen kausalen Zusammenhang zwischen Zölibat und Missbrauch, dass man also meinen sollte, zölibatär lebende Männer würden „aus der Not heraus“ zu Missbrauchstätern. Der Gerichtsgutachter Hans Ludwig Kröber meint dazu unmissverständlich: „Man wird eher vom Küssen schwanger als vom Zölibat pädophil“. Auch der Stanford-Professor und Mitherausgeber der Analyse Sexual Abuse in the Catholic Church: A Decade of Crisis, 2002-2012, Thomas G. Plante, weist in einem Artikel für Psychology Today darauf hin, dass: „Clerical celibacy doesn’t cause pedophilia and sexual crimes against minors“. Weiterhin: „Celibacy doesn’t turn people into sex offenders of children. And the vast majority of sex offenders in our community are not celibate men“. Heißt also: Wenn ein Mann pädophil ist, dann war er es schon, bevor er Priester wurde. Er wird es nicht durch den Zölibat.

Aber: Die zölibatäre Lebensform ist attraktiv für Männer, die ihre (gesellschaftlich nicht akzeptierten) sexuellen Präferenzen heimlich ausleben wollen, während sie nach außen hin ein anerkanntes Leben führen, das Niemanden Verdacht schöpfen lässt. Zugleich haben sie in der pastoralen Arbeit tagtäglich Zugang zu Kindern und Jugendlichen. Das ist ein Problem. Der Zölibat ist also nicht die Ursache von sexuellem Missbrauch, er kann aber die Wirkung haben, die Wahrscheinlichkeit für sexuellen Missbrauch in entsprechend organisierten Lebensformen zu erhöhen, weil er potentielle Täter anzieht. Da muss man wirklich aufpassen. Dennoch ist der Zölibat nicht der entscheidende Hebel.

(Josef Bordat)

Silvester

Am letzten Tag des Kalenderjahres gedenkt die Kirche des Heiligen Silvester I., ein Papst, dessen Amtszeit (314-335) in eine weltgeschichtliche Umbruchsphase fällt. 313 hatte der römische Kaiser Konstantin in der Erklärung von Mailand Religionsfreiheit garantiert und damit das Christentum, das sich überall im Reich ausgebreitet hatte, offiziell anerkannt, ehe dann am Ende des 4. Jahrhunderts unter Kaiser Theodosius das Christentum zur Staatsreligion erhoben wurde und aus der über viele Gemeinden des Reiches verstreuten Kirche eine einheitliche „Reichskirche“ entstand.

Über das Leben und Wirken Silvesters ist nur wenig bekannt; es fehlt jeder schriftliche Nachlass. Die Legenda Aurea berichtet davon, dass Silvester den kranken Konstantin geheilt und getauft und dieser der Kirche zum Dank zahlreiche materielle und immaterielle Privilegien zugesprochen habe (die so genannte „Konstantinische Schenkung“). Dies entspricht aber nicht der historischen Wahrheit, wie bereits im späten Mittelalter von Nikolaus von Kues und Lorenzo Valla nachgewiesen wurde.

Silvester starb am 31. Dezember 335. Sein Leichnam wurde in der Priscillakatakombe an der Via Salaria Nova in Rom beigesetzt. Silvester wurde 813 in den Kirchenkalender aufgenommen. In der sakralen Kunst wird er mit Attributen und in Situationen dargestellt, die der Legende entnommen sind, etwa mit Buch und Tiara als vom Kaiser verliehenem Ehrenzeichen, mit dem wiederbelebten Stier und dem gebundenen Drachen, bei der Taufe Konstantins, bei der Beisetzung der Petrusreliquien oder auch bei der Verehrung des von Helena, der Mutter Konstantins, aufgefundenen Kreuzes. Silvester ist Patron der Haustiere, für eine gute Futterernte und selbstverständlich für ein gutes neues Jahr.

(Josef Bordat)

Heilige Familie

Als die Sterndeuter wieder gegangen waren, erschien dem Josef im Traum ein Engel des Herrn und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten. Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. Dort blieb er bis zum Tod des Herodes. Denn es sollte sich erfüllen, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen. Als Herodes gestorben war, erschien dem Josef in Ägypten ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und zieh in das Land Israel; denn die Leute, die dem Kind nach dem Leben getrachtet haben, sind tot. Da stand er auf und zog mit dem Kind und dessen Mutter in das Land Israel. Als er aber hörte, dass in Judäa Archelaus an Stelle seines Vaters Herodes regierte, fürchtete er sich, dorthin zu gehen. Und weil er im Traum einen Befehl erhalten hatte, zog er in das Gebiet von Galiläa und ließ sich in einer Stadt namens Nazaret nieder. Denn es sollte sich erfüllen, was durch die Propheten gesagt worden ist: Er wird Nazoräer genannt werden. (Mt 2, 13-15 und 19-23)

Die Heilige Familie muss nach Ägypten fliehen. Wieder läuft die Sache über die Beziehung Gottes zu Josef, dem „ein Engel des Herrn“ erscheint, der ihm sagt, wann er gehen muss und wann er zurückkehren kann, in die „Stadt namens Nazaret“.

Josef ist ein Mann der Tat, kein Mann großer Worte – in der Bibel ist kein einziges Wort aus seinem Mund überliefert. Im Gegensatz zu einigen Propheten hadert und handelt er nicht mit Gott. Gott hat es leicht mit ihm. Seine Aufgabe besteht darin, in entschlossener Tatkraft die Verantwortung für das Wort Gottes und für die Frau, die es in die Welt brachte, wahrzunehmen. Das macht ihn zum Mitwirkenden im Heilsplan Gottes.

Tätig Verantwortung zu übernehmen, ohne große Worte – das ist das Gebot der Stunde. Damals, als das Leben von Mutter und Kind bedroht ist. Heute, da viele Menschen auf der Flucht sind und Not leiden. Wie Josef müssen wir wach werden und handeln, damit Erlösung kein Traum bleibt.

(Josef Bordat)

Unschuldige Kinder

Heute feiert die Kirche das Fest der unschuldigen Kinder, im Gedenken an den (historisch nicht gesicherten) Kindermord von Bethlehem.

Es gibt viele (viel zu viele!) unschuldige Kinder, deren Leid historisch gut gesichert ist und derer wir heute gedenken. Kinder, die starben, weil sie nicht genug zu essen hatten. Kinder, die misshandelt und missbraucht wurden. Kinder, die arbeiten müssen statt lernen zu dürfen. Und: Kinder, die getötet wurden, ehe sie überhaupt das Licht der Welt erblickten.

Vergessen wir nie, dass das Recht auf Leben das Fundamentalmenschenrecht ist, ohne das alle anderen Rechte gegenstandslos werden, weil nur Lebende Rechte in Anspruch nehmen können. Gedenken wir der unschuldigen Kinder. Nicht nur heute.

(Josef Bordat)