Patrick von Irland

Denn es gibt keinen anderen Gott, noch gab es oder wird es jemals einen anderen Gott geben, als Gott den Vater. Er ist ewig und ohne Anfang. Von ihm nimmt alles seinen Anfang. Alles hält er in Händen. So ward es uns gelehrt. Und wir bezeugen, dass auch sein Sohn, Jesus Christus, immer schon war, vor dem Beginn aller Zeit und auf geistige Weise beim Vater, der ihn vor allem Anfang auf nicht beschreibliche Weise hervorgebracht hat. Durch ihn wurde alles sichtbare und unsichtbare geschaffen. Er ward Mensch und bezwang den Tod. Er wurde in den Himmel aufgenommen, an der Seite des Vaters. Der verlieh ihm alle Macht über die Geschöpfe des Himmels, der Erde und der Hölle. Jede Zunge spreche sein Lob aus, denn Jesus Christ ist unser Herr und Gott.

Patrick von Irland

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Entsetzen und Fassungslosigkeit

Mit Entsetzen und Fassungslosigkeit habe ich heute die Nachrichten über die Anschläge in der Stadt Christchurch in Ihrem Land zur Kenntnis genommen. Ich bin bestürzt und erschreckt, mit welcher Kaltblütigkeit dieser Angriff auf Bürgerinnen und Bürger muslimischen Glaubens am Ort ihres Freitagsgebetes und auf offener Straße ausgeübt wurde.

Heiner Koch, Erzbischof von Berlin (in einem Schreiben an den Botschafter Neuseelands)

Gegenseitige Achtung

Lebensnotwendig ist für uns von daher die Haltung der gegenseitigen Achtung. Sie ist mehr als Respekt und Toleranz. Indem ich die andere Person achte, respektiere ich sie nicht nur mit ihren Erfahrungen und Überzeugungen, sondern schätze sie auch wert. Bei allen Differenzen ist sie auch Bereicherung für mich. Ja, ich achte sie hoch und gebe auf sie Acht, weil sie wertvoll ist. Ich versuche, mich sehr achtsam in sie hineinzudenken, sie zu verstehen, mich in sie einzufühlen.

Diese Haltung des Achtsam-Seins ist mir durch die in Auschwitz hingerichtete Karmelitin, die heilige Edith Stein, sehr ans Herz gewachsen. Sie hat sie mit dem Wort »Einfühlung« umschrieben. Nur einfühlend nehme ich den anderen in seiner Tiefe wahr, gebe seiner Persönlichkeit, seinem Leben in mir Raum. Einfühlend etwa erfasse ich seine Freude, indem ich mich in sie hineinversetze. Solche Haltung ist Ausdruck meiner Hochachtung vor dem anderen, meiner Wertschätzung seiner Person, ja meiner Ehrfurcht vor ihr. Wie viele Streitigkeiten und Dispute würden anders ausgetragen und zu tieferen und besseren Ergebnissen führen, wenn wir in dieser Haltung miteinander sprechen und umgehen.

Heiner Koch, Erzbischof von Berlin (in seinem Hirtenwort zur Fastenzeit 2019)

„Jeder Mensch sehnt sich nach einem besseren und glücklicheren Leben“

Unter den Schwachen unserer Zeit, welche die internationale Gemeinschaft zu verteidigen hat, gibt es zusammen mit den Flüchtlingen auch die Migranten. Noch einmal möchte ich das Augenmerk der Regierungen darauf lenken, damit allen geholfen wird, die aufgrund der Geißel der Armut, jeder Art von Gewalt und Verfolgung wie auch aufgrund von Naturkatastrophen und Klimaschäden auswandern mussten, und damit die Maßnahmen erleichtert werden, die ihre soziale Integration in den Aufnahmeländern zu ermöglichen. Sodann ist ein entsprechender Einsatz notwendig, damit die Menschen nicht gezwungen sind, die eigene Familie und Nation zu verlassen, oder in Sicherheit und unter der vollen Achtung ihrer Würde und ihrer Menschenrechte dorthin zurückkehren können. Jeder Mensch sehnt sich nach einem besseren und glücklicheren Leben, und die Herausforderung der Migration kann weder durch die Logik der Gewalt und der Aussonderung gelöst werden noch durch Teillösungen.

Papst Franziskus (in seiner Ansprache an das Diplomatische Corps)

Keine Kerze wird leuchten, keine Tanne duften

Als Gabe trage ich zur Krippe: Hunger und Kälte, Einsamkeit und Verlassenheit. Mein einziger Schmuck sind die blanken Fesseln. So will ich mein Leben, das im Dienste des Weihnachtskönigs stand, ihm geben, der mich mit seinem kostbaren Blut erlöst hat. Mit reichen Tränen der Reue will ich abwaschen, was Schuld und Sünde in mir geworden ist.

In solcher Gesinnung pilgere ich zur Krippe. Ich hoffe, mit der Gnade Weihnachten so tief im Herzen und im Geist zu feiern wie nie zuvor im Leben. Kein Geschenk und kein Festbissen wird mich ablenken, keine Kerze wird leuchten, keine Tanne duften; nicht einmal die heilige Messe ist mir vergönnt. Aber das Jesuskind in der Eucharistie wird als herrliche Weihnachtswirklichkeit mich mit dem ewigen Licht durchleuchten, mit der Wärme erbarmender Liebe erfüllen.

Pfarrer Alfons Maria Wachsmann am 23. Dezember 1943 aus der Haftanstalt Berlin-Tegel an seine Schwester Maria. Am 21. Februar 1944 wurde Pfarrer Wachsmann in Brandenburg-Görden hingerichtet.

Über Maria

Kaum ein Mensch hat die Kunst und Literatur so sehr inspiriert wie Maria.

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Wie ein Stern den anderen an Helligkeit übertrifft, so übertrifft die Geburt der allerseligsten Jungfrau die Geburt aller Heiligen, denn bereits im Schoß ihrer Mutter wurde sie mit der heiligmachenden Gnade ausgestattet.

Antonius von Padua

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Ich sehe dich in tausend Bildern,
Maria, lieblich ausgedrückt,
Doch keins von allen kann dich schildern,
Wie meine Seele dich erblickt.

Ich weiß nur, daß der Welt Getümmel
Seitdem mir wie ein Traum verweht,
Und ein unnennbar süßer Himmel
Mir ewig im Gemüte steht.

Novalis (Georg Philipp Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg), aus: Geistliche Lieder.

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Ich glaube, daß er mir geboren ist, von der reinen Jungfrauen Marien, ohn allen Schaden ihrer leiblichen und geistlichen Jungfrauschaft, auf daß er nach Ordnung väterlicher Barmherzigkeit meine sündliche und verdammte Geburt, und aller seiner Gläubigen, gebenedeyet, unschädlich und rein machete.

Martin Luther, aus: Kurze Form die zehen Gebote, Glauben und Vater Unser zu betrachten.

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Um die Gottesmutter und ihre Bedeutung im Christentum katholischer Prägung geht es auch hier.

Einen Schönen Feiertag!

(Josef Bordat)