Der Traum vom Osterhasen

Letzte Nacht habe ich davon geträumt, mein neues Buch sei der aktuelle Bestseller in „Christentum & Theologie“. Heute Morgen habe ich gleich nachgeschaut.

Leider nur ein Traum.

Dafür steht der Osterhase immerhin schon mal auf einem UEFA-Cup-Platz.

Bestseller-Screen-2

Helft, ihn zu verdrängen, den Osterhasen!
Kauft mein Buch!

Bitte.

(Josef Bordat)

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„Verständliche Sprache“, „große inhaltliche Dichte“, „beachtliches Buch“

Zwei Rezensionen zur Neuerscheinung „Ewiges im Provisorium. Das Grundgesetz im Lichte des christlichen Glaubens“.

 

Josef Gottschlich schreibt in seiner sehr ausführlichen Besprechung für das IRP Freiburg (pdf): „Resümierend sei festgehalten, dass Josef Bordat, wie bereits in den bisherigen Buchpublikationen, auch mit seinen Ausführungen zu Grundgesetz, Recht, Ethik und Religion annähernd uneingeschränkt zu überzeugen weiß: durch klare, verständliche Sprache, große inhaltliche Dichte und Stringenz, ein erfreulich eindeutiges Ethos der Menschenfreundlichkeit und eine innere Haltung, die im Konfliktfall stets Primärtugenden den Vorrang vor Sekundärtugenden einräumt – auch wenn damit ein hoher sittlicher Anspruch verbunden ist, der Menschen, insbesondere Gläubigen, durchaus viel abverlangt, aber auch Erstaunliches zutraut.“

Cornelia Klaebe meint: „Zum Jubiläum hat der Berliner katholische Philosoph und Journalist Josef Bordat sich mit dem ‚Grundgesetz im Lichte des christlichen Glaubens‘ auseinandergesetzt und ein beachtliches Buch zu Fragen von verfassungsrechtlicher Religionsethik geschrieben. Er beweist in seiner Auseinandersetzung unter anderem mit dem Gottesbezug der Präambel, dem Verhältnis von Kirche und Staat oder der Religionsfreiheit, dass das Grundgesetz nicht den Juristen vorbehalten ist“. (Geronnene Vernunft, in: Tag des Herrn, Nr. 15, 2019, S. 16).

Das Buch erhalten Sie hier und dort.

(Josef Bordat)

Abschiebung droht

Immer öfter erreichen mich Petitionen, in denen es um Personen geht, denen die Abschiebung droht. Menschen setzen sich für ihren Verbleib in Deutschland ein, weil sie die Betroffenen für gut integriert halten. Eine Abschiebung risse sie aus der gerade im Aufbau befindlichen Existenz, stoße auch ihre Unterstützer vor den Kopf, nicht zuletzt die Einrichtungen und Unternehmen, in denen sie eine Ausbildung begonnen haben oder arbeiten, und setze sie zudem der Gefahr erneuter Repression in ihrer Heimat aus. Gleich mehrere Gründe, sich gegen die drohende Abschiebung einzusetzen.

Auch, wenn ich die Einzelfälle nicht kenne, erscheint mir vieles, was dort geschildert wird, sehr plausibel. Denn ich kenne aus Berlin ganz ähnliche Situationen. Befreundete Flüchtlinge aus Nordafrika sollen bald Berlin verlassen, obwohl sie hier bestens angekommen sind, in Ausbildung stehen, Kinder haben, die hier zur Schule gehen und sich hier wohlfühlen, mich mittlerweile in bestem Berlinerisch ansprechen. Einfach großartig diese Entwicklung zu sehen, zu spüren, wie lern- und leistungsbereit sie und ihre Eltern sind, die z.T. in Bereichen arbeiten, in denen wir wirklich großen Bedarf haben, etwa in der Erziehung und in der Pflege. Einer der Betroffenen ist Ingenieur mit einem speziellen Vertiefungsfach und arbeitet bei einer Firma in Sachsen, die dringend genau so einen Fachmann gesucht hat. Die Familie lebt in Berlin, er pendelt. Hauptsache Arbeit. Ich ziehe davor den Hut.

All diese Menschen stehen kurz vor der Abschiebung. Junge Familien, schwangere Frauen, Menschen, die gerade ihre Ausbildung oder Arbeit begonnen haben, die so froh waren, endlich etwas tun zu können, auch unbezahlt, auch weiter weg. Hauptsache, etwas zurückgeben, dem Land, das sie duldet. Ich kann das einfach nicht fassen, dass dieses Land dann so mit Menschen umgeht!

Und was die Gefährdung in der Heimat angeht: Ja, die gibt es. Es sind nämlich koptische Christen, die nach Ägypten zurückkehren sollen, wenn es nach den Behörden geht. Dort sind sie Menschen zweiter Klasse, ihre Kirchen sind oft zerstört, ebenso ihre beruflichen Existenzen. Sie müssen dort – nach Jahren in Berlin – wieder bei Null anfangen. Und dabei in ständiger Angst leben, denn der Terror kann sie jederzeit heimsuchen. Allein dieser Gedanke wird bei denen, die schon Anschläge erlebt haben und deshalb nach Berlin kamen, die Rückkehr unerträglich machen.

Natürlich setzen sich viele Menschen für sie ein, aber die Lage ist sehr ernst. Bis zum Sommer sollen in zahlreichen Fällen Entscheidungen ergehen. Nach dem Abschiebe-Dreisatz: In Ägypten ist kein Krieg. Religion spielt keine Rolle. Eine Rückkehr ist angezeigt. Wie kurzsichtig – in jeder Hinsicht! Wer nicht schon aus Menschenfreundlichkeit gegen die Abschiebung ist, der sollte es aus volkswirtschaftlichem Kalkül sein: Nach Jahren beginnt die koptische Kommunität, auf eigenen Beinen zu stehen und zum Gemeinwohl beizutragen – und gerade dann soll sie weg!

Ich hoffe, dass es noch irgendwie möglich sein wird, dass die Behörden einlenken und die koptischen Freunde bleiben können. Ich nehme sie mit in mein Gebet – die Menschen, die entscheiden, und die Menschen, über die entschieden wird.

(Josef Bordat)

Die gute Nachricht des Tages

Mittlerweile ist „Ewiges im Provisorium“ auf dem Markt.

Es kann

beim Verlag,

– im Buchhandel oder

via Amazon

bestellt werden.

Wie lange die Auslieferung dann dauert, ist vom Vertriebsweg abhängig. Vor Ostern sollten die jetzt bestellten Bücher aber vorliegen.

So, und jetzt die gute Nachricht des Tages: Das Buch kostet nur 14 Euro 80 – und damit einen Euro weniger als angekündigt.

Sollte nicht der alleinige Grund sein, das Buch zu kaufen, aber vielleicht ist es ja ein kleiner zusätzlicher Anreiz.

(Josef Bordat)

Klimawandel. Kleine Diskursanalyse

Was den Klimawandel angeht, bin ich ein hoffnungsloser Fall: Da „plappere ich eh nur nach“, was die Wissenschaft (also: ein gewisser Teil der mit dem Klima befassten Wissenschaftler) festgestellt hat, auch wenn das im Facebook längst widerlegt wurde. Oder auf Youtube. Aber ich will eigentlich gar nicht weiter über die Sachfrage „Klimawandel“ sprechen. Das habe ich oft genug getan.

Was immer wieder interessant ist, das sind die Reaktionen auf meine im Grunde unspektakulären Beiträge. Es gibt – mal abgesehen vom Thema Migration – eigentlich nur zwei Themen, die garantiert funktionieren und binnen weniger Stunden zahlreiche mehr oder minder qualifizierte Kommentare hervorrufen: Das eine ist „Beschneidung“, das andere ist „Klimawandel“. Dabei kann man wirklich Erstaunliches erleben.

„Die Sache mit dem menschengemachten Klima hat sich durch den Lauf der Erdgeschichte längst widerlegt.“ Ich meine, wie hätte ich das wissen können?! Das muss einem doch mal gesagt werden. Und den zehntausenden Klimatologen auch, die jeden Morgen brav zur Arbeit gehen. Völlig umsonst! „Sie hängen dieser Farce immer noch an? Unglaublich.“ Tja, so bin ich. Ich kann nicht anders.

Offenkundig sind Menschen, die meinen, die „Sache mit dem menschengemachten Klima“ habe sich „durch den Lauf der Erdgeschichte längst widerlegt“, zugleich durchaus willens und in der Lage, mit Menschen wie mir, die immer noch „dieser Farce“ anhängen, zumindest mal zu reden. Toleranz. Die ist natürlich nicht unbegrenzt. So hat man dann als jemand, der darauf verweist, dass es nicht völlig absurd ist, daran zu glauben, dass sich die „Sache mit dem menschengemachten Klima“ nun doch noch nicht so ganz erledigt hat, schnell mal den „gesunden Menschenverstand abgelegt und dem Zeitgeist geopfert“.

Und wenn nun einem wie mir der „gesunde Menschenverstand“ sagt, dass der „Zeitgeist“ (oder ein gewisser Teil der mit dem Klima befassten Wissenschaftler) auch mal Recht haben könnte? Ausnahmsweise? „Sie sind auf den Zug aufgesprungen, um nicht gegen den Strom schwimmen zu müssen“. Na, gut – ich geb‘s zu! Nicht gerade heroisch, auf die „fast hundert Prozent“ zu setzen. Aber wer will schon ein Held sein.

Dieses Bekenntnis reicht aber nicht – es muss auch noch alles weitere hinsichtlich meiner Lebensverhältnisse ans Licht (es geht schließlich um den Klimawandel – da zählt so was zur Sache). Insofern darf man ruhig mal nachfragen, ob ich denn auch schon mal über den Tellerrand blicke „oder bleiben Sie bewusst in Ihrer Berliner Blase?“ Na, watt‘n sons! Grund: „Lebt sich schön darin, gell … und ist lukrativ, wenn man nicht aneckt.“ Ja. Berlin ist wunderbar. Kaum Chancen, anzuecken. Und Frau Merkel kommt regelmäßig vorbei und bringt mir die vereinbarten Barzahlungen, damit ich die Klimalüge nicht entlarve. Lauf der Erdgeschichte und so.

Also, es gibt Tage, da hat man Abends das Gefühl tiefer, tiefer Sinnlosigkeit.

(Josef Bordat)

Eins

Countdown zur Neuerscheinung – Ewiges im Provisorium. Das Grundgesetz im Lichte des christlichen Glaubens

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Kinderschutz – natürlich ist das ein wichtiges Anliegen! Wer wollte da widersprechen? Aber auch hier stellt sich die Frage: Ist das Grundgesetz tatsächlich der richtige Ort?

(Josef Bordat, aus: Ewiges im Provisorium. Das Grundgesetz im Lichte des christlichen Glaubens, S. 205)