Nur noch bis Ende des Jahres!

In der Mediathek von Bibel TV können Sie eine von Kirche in Not produzierte Sendung sehen, die in der Reihe „Glaubenskompass“ das Thema „Frauen in der Kirche“ behandelt.

Zu den hartnäckigsten Vorurteilen, denen sich die Kirche immer wieder ausgesetzt sieht, gehört ihre vermeintliche Frauenfeindlichkeit, die es z.B. nicht zulasse, dass Frauen Priester werden können. Ist die Kirche nur ein „Klub der alten Männer“? Ist das Christentum eine Religion, die den Mann mehr achtet als die Frau? Über diese Fragen spreche ich mit Volker Niggewöhner.

Schauen Sie mal rein. Doch lassen Sie sich bis dahin nicht zu viel Zeit: Der Beitrag ist nur noch bis Ende des Jahres in der Mediathek.

(Josef Bordat)

Advertisements

Die Beschneidung des Herrn

Im liturgischen Kalender kommt sie nicht mehr vor, in der Kirchenkunst der vergangenen Jahrhunderte schon: die Beschneidung des Herrn.

beschn-chr
Darstellung der Beschneidung des Herrn am Altar der Sakramentskapelle in der Kathedrale von Barcelona. Foto: JoBo, 4-2014.

Der Evangelist Lukas berichtet: „Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde“ (Lk 2, 21).

Sollte die Kirche das Fest der Beschneidung des Herrn wieder in den liturgischen Kalender aufnehmen? Jan-Heiner Tück plädiert dafür – als „starkes Zeichen gegen den Antisemitismus“. Tatsächlich macht die Beschneidung deutlich: Jesus steht in der Tradition des Judentums, in der die Jungen am achten Tag beschnitten werden (vgl. Gen 17, 12). Sie gehört dazu, wenn wir von Jesus sprechen, doch nicht unbedingt aus akuten politischen Motiven (das hieße, sie zu instrumentalisieren), sondern aus guten theologischen Gründen.

Dabei kommt es auf den Zusammenhang an. Schon bald folgen in der Liturgie der Kirche der Gedenktag des Heiligsten Namens Jesu und die Feier der Taufe Jesu. An diesen Festen wird dann die Differenz deutlich, die Loslösung aus der jüdischen Tradition. Zum einen in der Name programmatisch: Jesus oder Jeschua bedeutet „Gott rettet“. Darum geht es ja bei der Menschwerdung Gottes, um Rettung, um Heil für die Welt. Und die Taufe ist das äußere Zeichen der Ablösung vom jüdischen Ritus.

Um aber die Differenz zu verstehen, müssen beide Elemente vorgestellt werden. Beschneidung, Namensgebung und Taufe gehören untrennbar zusammen – und gehören im Kontext betrachtet. Dafür brauchen wir den Antisemitismus nicht, sondern nur dessen Gegenteil, den gesunden Menschenverstand. Denn: Nur, wer den Ursprung kennt, kann die Entwicklung nachvollziehen. Das gilt auch für Jesus. Die Feste zum Beginn des Jahres spannen den Bogen von der Geburt zum öffentlichen Auftreten Jesu. Sie ganz bewusst zu feiern, und zwar alle, macht uns die Konsequenz von Weihnachten klar. Und darum geht es. Im Christentum.

(Josef Bordat)

Zweifel

Zweifel an Gott, an Gottes Weisheit und Güte, daran, dass der Glaube an Gott wirklich trägt und Zukunft hat, diese Zweifel beherrschen unsere Zeit. Doch im Grunde begleiten diese Zweifel die Menschen von Anfang an.

Dass es Dinge gibt, die sich zu wissen lohnt, auch, wenn es Tabus betrifft, ist nicht erst seit Erfindung der Genschere ein Thema. Es ist vielmehr die Geschichte vom Sündenfall Adam und Evas. Dass wir an der Gerechtigkeit Gottes zweifeln, ist auch keine Erfahrung der Moderne mit ihren Massenvernichtungswaffen und industriellen Tötungseinrichtungen, sondern geht bis auf Kain und Abel zurück. Und dass wir schließlich meinen, es ginge besser voran, wenn wir selbst Gott spielen, ist auch keine Angelegenheit neuer und neuester technologischer Entwicklungen, sondern war bereits das Motiv für den Turmbau zu Babel.

Etwas steckt in uns, das sich gegen Gott wendet, von Anfang an. Etwas, das trotz der negativen Erfahrung immer wieder rebelliert. Auch nach der Geburt Christi ist damit nicht Schluss, ganz im Gegenteil: Jesus wird abgelehnt, so sehr, dass nach nur wenigen Jahren öffentlichen Auftretens die Todesstrafe an ihm vollstreckt wird. Je mehr er liebte, desto mehr wurde er gehasst. Es scheint: Wir können noch so oft aus dem Paradies vertrieben werden, es nützt nichts – wir lernen einfach nichts dazu über unsere Stellung in der Schöpfung, über unser Verhältnis zu Gott und zueinander.

Viele Menschen meinen zudem, es gäbe einen viel besseren Ort als das Paradies, den Ort ohne Gott, den sie beständig aufsuchen, für den ultimativen Kick. Die Pornoseiten im Internet. Den Park, wo man Drogen bekommt. Das Einkaufszentrum. Und sehr fromme Menschen reden so schlecht über diese Entscheidung, dass man manchmal meinen könnte, sie seien neidisch. Neidisch darauf, dass jemand missversteht, was „Freiheit“ bedeutet. Neid hilft niemandem.

Man hat diese Neigung des Menschen zur Gottferne mit „Erbsünde“ zu erfassen versucht und den Teufel dafür verantwortlich gemacht. Das überzeugt heute nicht mehr allzu viele Menschen. Das Drama: So gelangen wir zur eigentlichen Sünde, zur Ablehnung des Konzepts vom sündigen Menschen. Das Leugnen der Sündhaftigkeit des Menschen ist das eigentliche und (bei Lichte betrachtet) das einzige moralische Problem. Denn: Ein Mensch, der weiß, das er ein Sünder ist, hat die Chance, die Sünde zu meiden. Ein Mensch, der das nicht weiß, fällt, ohne es zu merken.

Es ist zwar nicht gut, ständig mit der Hölle zu drohen, doch sie (und damit schnell auch alle Sünden) für obsolet zu halten, ist insoweit unmoralisch, als es der Unmoral zuträgt, weil es das Böse eben nicht mehr böse nennt. Die Krux ist ja: Jemandem, der glaubt, er tue das Gute, obwohl er das Böse tut, ist nicht mehr zu helfen. Das Unterscheidungsvermögen in den elementaren Dingen ist es, was uns zu Gott führt, ein Mangel daran führt weg von Gott – ohne, dass man es merkte.

Gott kehrt sich an Weihnachten uns zu. Kehren wir uns jetzt nicht ab, trotz der Zweifel. Und: Kehren wir der Kirche nicht den Rücken zu – sie gibt uns Raum, über die Zweifel ins Gespräch zu kommen. Es wird auch im kommenden Jahr schwer werden, Wege zum Frieden zu finden, zu einem menschenfreundlichen Fortschritt. Ich glaube: Ohne Gott wird es noch schwerer.

(Josef Bordat)

Adveniat

Wie in jedem Jahr ruft Adveniat zu Beginn der Adventszeit zu Spenden auf. Die Weihnachtskollekte ist für die Finanzierung des Lateinamerika-Hilfswerks der Deutschen Bischöfe von größter Bedeutung. Etwa die Hälfte des Etats wird zu Weihnachten realisiert. In den Sozialen Medien ist man skeptisch.

Spenden? Da sollte die Kirche aber erst mal ihr Milliardenvermögen veräußern, um den Armen zu helfen!

Klar, das ist natürlich viel naheliegender als diejenigen, die das Milliardenvermögen übernehmen könnten, das Geld also flüssig haben (in der Vorstellungswelt der „Kirche soll Milliardenvermögen veräußern“-Menschen), zum Spenden dieses Geldes aufzurufen. Tipp: Auch dann wäre man aus der Sache raus und müsste selbst nichts mehr tun. Im übrigen ist Adveniat ein unabhängiges Hilfswerk, das nur zu einem ganz geringen Teil Finanzmittel der Kirche verwendet.

Wieso soll ich für Adveniat spenden, wenn die doch sowieso vom Staat finanziert werden? Mit meinen Steuergeldern!

Adveniat wird nicht vom Staat finanziert, sondern von Menschen, die Adveniat direkt Geld zukommen lassen. Adveniat hatte 2017 rund 51,8 Millionen Euro Einnahmen, davon waren 45,4 Millionen Euro Spendengelder (87 Prozent). Besonders großes Gewicht hatte – wie in jedem Jahr – die Weihnachtsaktion (24,8 Millionen Euro). Dazu kommen Erbschaften und andere Zuwendungen, die sachlich ebenfalls Spendencharakter haben. Ergo: Zu über 90 Prozent wird die Arbeit des Lateinamerika-Hilfswerks der Deutschen Bischöfe über das Engagement von Einzelpersonen finanziert. Zusätzlich zur Steuer, zur Kirchensteuer und was sonst noch anfällt.

„Arbeit“, „Arbeit“! – Missionieren, oder was?!

Adveniat leistet in Lateinamerika und der Karibik wertvolle Arbeit im Bereich von Gesundheit und Pflege, Bildung und Erziehung, Infrastrukturverbesserung und Aufbau der Zivilgesellschaft. Dass dabei das christliche Menschenbild eine Rolle spielt, das z.B. Frauen und Männern gleiche Würde zubilligt und jedes menschliche Leben wertschätzt, ist selbstverständlich. Schadet dabei aber nicht.

Am Ende kommt doch ohnehin nichts bei den Armen an!

Adveniat arbeitet seriös und steckt ein Maximum des Geldes, das der Einrichtung zur Verfügung steht, in die Projekte. Adveniat trägt seit Jahren das Spenden-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Als förderungswürdig gilt in Deutschland eine Einrichtung, deren Ausgaben für Werbung und Verwaltung bei nicht mehr als 30 Prozent der Gesamtausgaben liegen. Kirchliche Organisationen wie Adveniat schneiden da mit weniger als 10 Prozent sehr gut ab. Heißt: von jedem gespendeten Euro kommen mindestens 90 Cent bei den Armen an. Und mit dem Rest wird dafür gesorgt, dass das auch so bleibt, denn jedes Jahr wollen Menschen neu überzeugt werden.

Aber das bringt doch sowieso nichts!

Wer weiß, dass Adveniat in Lateinamerika und der Karibik derzeit mehr als 2000 Projekte unterstützt, und wer sich zudem die Projektbeispiele im Adveniat-Jahresbericht 2017 anschaut, der kann auch zu einem anderen Urteil gelangen. Kann, muss nicht. Aber: kann.

Und Du? Was spendest Du?!

Ich gebe Adveniat seit Jahren zu Weihnachten einen Betrag, der meiner finanziellen Situation entspricht. Das ist nicht viel. Richtig. Es ist halt ein kleines Geschenk an Menschen, denen ich mich verbunden fühle, ohne sie im Einzelnen zu kennen. So sehe ich das. Außerdem ist eine Spende an Adveniat steuerlich absetzbar. Lohnt sich also auch von daher.

(Josef Bordat)

Die Katholische Kirche im Ersten Weltkrieg

Vor 100 Jahren ging er zu Ende, der Erste Weltkrieg. Welche Rolle spielte darin die Katholische Kirche?

Die Katholische Kirche stand bei der allgemeinen Kriegstreiberei in den großen europäischen Nationen zu Beginn des 20. Jahrhunderts eher außen vor, da ihr Charakter als Weltkirche einer nationalistischen Instrumentalisierung widerspricht – im Gegensatz zu Landes- oder Nationalkirchen. Vereinzelt wurde aus der katholischen Theologie auch Kritik an Chauvinismus und Hochrüstung laut.

Der Kriegseintritt Deutschlands im August 1914 wurde jedoch auch von der Kirche als notwendig angesehen, teilweise auch begrüßt, obgleich auch hier die Distanz der Katholischen Kirche zum Staat prinzipiell erhalten blieb. 1917 legte Papst Benedikt XV. einen Friedensplan vor, der aber in Deutschland nur vom Zentrum unterstützt wurde.

In den Kriegspredigten (von Geistlichen beider Konfessionen) wurde das Motiv des „gerechten Krieges“ (als solcher wurde der Erste Weltkrieg damals in Deutschland mehrheitlich gesehen) zu einem „von Gott gesegneten Krieg“, seltener auch zum „heiligen Krieg“ überhöht und theologisch als Bußpraxis verstanden und zum missionarischen Dienst gegen Sittenverfall und Materialismus umgedeutet.

Diese Verlagerung in den Bereich des Religiösen wirkte sich ambivalent aus: Einerseits trug sie zur Erhöhung des Durchhaltevermögens der Soldaten bei, die glaubten, nicht nur in einer guten, sondern gar gottgewollten Sache zu handeln, andererseits zu einer Humanisierung der Kriegsführung durch gläubige Soldaten, denen die Prinzipien der gerechten Kriegsführung in dieser religiös gewendeten Form verstärkt präsent waren. Katholische Soldaten erhielten überdies moralische Anregungen in den Gebeten des so genannten „Feldgesangbuch“.

Im „Gebet des Soldaten“ heißt es ganz im Geiste des „ius in bello“ nach Augustinus und Thomas von Aquin: „Bewahre mich vor jedem unnützen Blutvergießen, vor jeder unmenschlichen Behandlung des verwundeten oder gefangenen Feindes.“ und „Laß mich nie vergessen, dass nur die im Felde mir gegenüberstehenden Krieger meine Feinde, daß dagegen die unbewaffneten Einwohner des Landes, die Verwundeten und Wehrlosen meine leidenden Mitbrüder sind, denen ich Schonung und Mitleid schuldig bin“ (Katholisches Feldgesangbuch, 1914).

Darüber hinaus gab es seitens der Militärseelsorge Segen und geistlichen Beistand für Soldaten, allerdings keinen „Waffensegen“. Es gibt im Benediktionale einen Segen für fast alles, aber nicht für Waffen. Ein offizieller „Waffensegen“ seitens der Kirche ist kirchengeschichtlich nicht nachweisbar. Somit hat nicht die Kirche, sondern es haben allenfalls einzelne Geistliche – gegen den Willen der Kirche – Waffen gesegnet. Allerdings ist bislang noch kein einziger Fall einer Waffensegnung nachgewiesen worden – weder für die Zeit des Ersten Weltkriegs noch für den Zweiten Weltkrieg.

(Josef Bordat)

Erzbischof Koch packt Geschenke ein

Mit dem Projekt „Gott – mitten im Leben“ soll in der weitgehend areligiösen deutschen Hauptstadt der Glaube an Jesus Christus bezeugt werden. „Das ist unsere Hauptaufgabe“, sagt Berlins Erzbischof Heiner Koch.

Mit einem Heft greift das Erzbistum Berlin die Frage nach Gott in einer sehr elementaren Weise auf. Impulse, Bilder, Geschichten regen zum Nachdenken an, wie und wo wir Gott im Alltag begegnen können. Dazu gibt es Geschenkpapierbögen. Ein Wimmelbild lädt augenzwinkernd ein, die Protagonisten der Weihnachtsgeschichte zu entdecken.

Auf der Innenseite steht das Motto in neun Sprachen: „Gott kommt. Mitten ins Leben. Frohe Weihnachten!“ Auf deutsch, englisch, französisch, spanisch, italienisch, portugiesisch, polnisch, kroatisch, arabisch. Vielsprachig, wie das Erzbistum Berlin.

Das Erzbistum möchte damit „Lust machen, die eigenen Weihnachtsgeschenke mit dieser Weihnachtsbotschaft einzupacken – oder einpacken zu lassen“. Erzbischof Heiner Koch wird dabei tatkräftig mithelfen: An den ersten beiden Adventssamstagen wird er Geschenke einpacken, am Samstag, 1.12., von 17:30 bis 18:15 Uhr im „KaDeWe“ und am Samstag, 8.12., von 14:30 bis 15:15 Uhr in der „Galeria Kaufhof“.

(Josef Bordat)

Unter Verfolgung

Katholiken aus Vietnam gedenken in Berlin der Märtyrer ihrer Heimat. Auch heute werden Christen in Vietnam verfolgt.

Hoher Besuch in der vietnamesischen katholischen Mission in Berlin: Der Apostolische Nuntius, Erzbischof Nikola Eterović, war gekommen. Für die Feier zum Christkönigsfest mit Prozession, Heiliger Messe und anschließender Begegnung im Pfarrsaal gab es zwei Anlässe: Zum einen ist die vietnamesische Mission seit 10 Jahren in der Gemeinde St. Aloysius ansässig, zum anderen wurden vor 30 Jahren 117 Frauen und Männer heiliggesprochen, die in der Christenverfolgung in Vietnam das Martyrium erlitten.

30 Jahre
1988-2018 – Ein Banner an der St. Aloysius-Kirche verkündet den Anlass der Festveranstaltung: 30 Jahre ist es her, dass 117 vietnamesische Märtyrer heiliggesprochen wurden. Foto: JoBo, 11-2018.

Am 24. November gedenkt die Kirche seither der zahlreichen vietnamesischen Märtyrer, von denen nur einige namentlich bekannt sind. Peter Truong Van Thi zum Beispiel. Oder Andreas Dung-Lac. Insgesamt gehen Schätzung von 130.000 bis 300.000 katholischen Opfern der Christenverfolgung in Vietnam aus, die vor allem in der zweiten Hälfte des 18. und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts besonders grausam war. 1988 hat Papst Johannes Paul II. 117 katholische Christen, die in diesen Jahrzehnten in Vietnam für ihren Glauben starben, heiliggesprochen – 96 Vietnamesen, 10 Missionare aus Spanien und 11 aus Frankreich.

DSC01477
Prozession zu Ehren der 117 vietnamesischen Märtyrer, die 1988 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen wurden. Foto: JoBo, 11-2018.

Es gibt in Berlin etwa 2000 Vietnamesen katholischen Glaubens, rund jeder Zehnte war heute dabei, als Nikola Eterović in seiner Predigt einen Bogen vom Festgeheimnis zur Realität der Verfolgung schlug: Christi Reich ist nicht von dieser Welt, seine Waffen sind nicht aus Stahl, so der Nuntius. Der Märtyrer erkennt das an und führt einen geistlichen Kampf mit den Waffen Jesu: Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe. Erzbischof Eterović überbrachte der Festgemeinde die Grüße des Heiligen Vaters, Papst Franziskus. Der Nuntius war wegen der Feierlichkeiten in Berlin einen Tag früher aus Rom zurückgekehrt.

DSC01504
Begegnung unter einem Wandbild der „Cap Anamur“, ein Rettungsschiff, das zwischen 1979 und 1987 viele Bootsflüchtlinge aus Vietnam aufnahm. Viele der Katholiken aus Vietnam kamen als so genannte „Boat People“ nach Deutschland. Foto: JoBo, 11-2018.

Gedacht wurde heute auch an die gegenwärtig unter Verfolgung leidenden Christen in Vietnam. Das Land liegt auf Rang 18 des aktuellen „Open Doors-Weltverfolgungsindex 2018“, in dem die Hilfsorganisation auf „ein Wachsen des Drucks auf Christen“ hinweist. Grund ist die neue Religionsgesetzgebung, die Anfang des Jahres in Kraft trat. Entscheidend ist dabei der in der neuen Norm erwähnte Tatbestand des „Freiheitsmissbrauchs“, der bereits vorliegt, wenn in Religionsgemeinschaften eine vom Verständnis der vietnamesischen Behörden abweichende Spiritualität gelehrt wird. Und das ist im Christentum der Fall. Die Gemeinde lasse sich nicht entmutigen, so Erzbischof Eterović. Das Beispiel der Märtyrer stärke den Glauben.

(Josef Bordat)