Wenn nichts mehr ist, wie es war

Katharina Afflerbachs Geschichten zeugen von großem Lebensmut nach Schicksalsschlägen

Es gibt wohl keinen Menschen, der nicht irgendwann einmal von ihnen heimgesucht wird: schicksalhafte Ereignisse, die einen aus der Bahn werfen, das Gewohnte in Frage stellen, an die Grenzen des Verkraftbaren führen. Ereignisse, die „uns mit solcher Wucht aus dem Leben schleudern, dass wir meinen, den Verstand zu verlieren“.

So heißt es im Klappentext einer besonderen Neuerscheinung im Goldegg-Verlag, Titel: Manchmal sucht sich das Leben harte Wege. Wahre Geschichten, die berühren und Zuversicht geben. Und, tatsächlich: Das Buch macht Mut. Die Autorin Katharina Afflerbach beschäftigt sich darin mit Schicksalsschlägen und deren Bewältigungsstrategien. Nach einem persönlichen Schicksalsschlag – sie verlor ihren Bruder durch einen Unfall – macht sie damit nun anderen Menschen Mut, Zäsuren im Leben zu heilen und neue Wege mit neuer Kraft zu gehen.

In den Geschichten erzählt die Autorin lebhaft und nah von schier unvorstellbaren Schicksalen, die sie auch dann noch gekonnt zu Papier bringt, wenn eigentlich die Worte fehlen. Ohne Sensationslust, ohne allzuviel Pathos kommen Ereignisse zu Sprache und dabei Menschen zu Wort, die viel durchgemacht, die aber dennoch nicht den Lebensmut verloren haben. Und hierin liegt die große Bedeutung des Buchs: diesen Mut weiterzutragen. Denn, wie gesagt: Wir brauchen ihn alle, irgendwann.

Bibliographische Angaben:

Katharina Afflerbach: Manchmal sucht sich das Leben harte Wege. Wahre Geschichten, die berühren und Zuversicht geben.
Berlin: Goldegg (2021).
216 Seiten, € 19,95.
ISBN: 9783990602393.

(Josef Bordat)