Matti Nykänen ist tot

Die finnische Skisprunglegende Matti Nykänen ist tot. Der viermalige Olympiasieger starb im Alter von 55 Jahren.

Sein Leben war eine Achterbahnfahrt. Nach den Höhen der Sportlerkarriere folgte der Absturz in die Alkoholsucht.

Nykänen sagte dazu: „Ich stand viele Jahre im Mittelpunkt, alle haben sich um mich gerissen. Ich hatte es satt, es war zu viel. Ich war unglücklich und habe angefangen, in mir drinnen eine Mauer hochzuziehen. Ich war sehr jung, als ich erfolgreich geworden bin, die Medien waren die ganze Zeit um mich herum – ich hätte Hilfe gebraucht. Das war der Anfang. Ich habe später getrunken, weil ich nichts anderes zu tun hatte, weil ich vergessen wollte.“

Unvergessen: Matti Nykänen. Ruhe in Frieden!

(Josef Bordat)

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Weltjugendtag in Panama

Eine Pilgergruppe aus dem Erzbistum Berlin ist dabei

45 Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Erzbistum Berlin – darunter mein Firmpatenkind und seine Schwester – haben sich auf den Weg gemacht und sind der Einladung von Papst Franziskus zum 34. Weltjugendtag gefolgt, der in diesem Jahr in Panama stattfindet.

Vom 17. bis 21. Januar finden im Vorfeld des Weltjugendtags die „Tage der Begegnung“ statt, die die Berliner Gruppe in Costa Rica im Bistum San Isidro de El General verbringen wird. Die zentralen Veranstaltungen des Weltjugendtags in Panama-Stadt beginnen am 22. und enden am 27. Januar 2019.

Hoffentlich ist die Anreise der Berliner Gruppe weniger problematisch als die der Pilger aus dem Erzbistum Köln, die Opfer des Streiks wurden.

(Josef Bordat)

Amokfahrt im Ruhrgebiet

Während in der Silvesternacht überall in Deutschland die Menschen das neue Jahr begrüßten, hat ein Mann im Ruhrgebiet offenbar eine Amokfahrt unternommen. In Essen und in Bottrop fuhr er mit seinem Auto in Menschengruppen bzw. verfolgte gezielt Menschen, die zu Fuß unterwegs waren. Es gab mindestens vier Verletzte.

Über das Motiv des mutmaßlichen Täters ist bislang zweierlei durchgesickert. Der 50-Jährige soll möglicherweise psychisch krank sein und sich bei seiner Festnahme fremdenfeindlich geäußert haben. Die Opfer sind Syrer und Afghanen. Die Polizei vermutet, der Mann habe die Opfer in dieser Eigenschaft gezielt ausgesucht. Damit handelte es sich um ein rassistisch motiviertes Attentat.

Was immer die Ermittlungen ergeben: Diese Nachricht zeigt, dass 2019 gesellschaftlich nicht einfacher wird als 2018. Und Nachrichten über Gewalt gegen Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr, die in der Silvesternacht Streit schlichten und sich um Menschen kümmern wollten, machen die Ausgangslage nicht besser.

(Josef Bordat)

Zum Tode Robert Spaemanns

Robert Spaemann ist tot. Der katholische Philosoph verstarb gestern im Alter von 91 Jahren. Die „Tagespost“ würdigt Robert Spaemann mit einem ausführlichen Nachruf.

Für mich war Robert Spaemann als Moralphilosoph eine feste Größe. Er gab mir bei vielen ethischen Fragen die nötige Orientierung. Spaemann vertrat eine Ethik des umfänglichsten Lebensschutzes der Person aufgrund der Menschenwürde.

Daher sein Einsatz gegen Sterbehilfe, seine Skepsis gegenüber Humanitären Interventionen, aber auch sein Engagement gegen Atomkraft. Denn, was viele nicht wissen: Spaemann war ein entschiedener Gegner der Kernenergie.

Welchen Aspekt seines umfangreichen Werks man auch immer in den Vordergrund rückt, in einem sind sich wohl alle einig: Ein großer Denker ist von uns gegangen.

(Josef Bordat)

Gewalt gegen Gotteshäuser in Berlin nimmt zu

Farbbeutel auf Kirchengebäude, Hakenkreuz an Synagoge, Moschee in Flammen – zwar nicht Alltag in Berlin, aber doch ein Stück „Normalität“.

In der deutschen Hauptstadt gab es in den letzten drei Jahren 62 Anschläge und Schmähungen gegen Kirchen, Moscheen, Synagogen und deren Einrichtungen. Alle zweieinhalb Wochen gab es damit Gewalt gegen Gotteshäuser.

Das sind noch einmal zehn Attacken mehr als im Vergleichszeitraum davor. Und das sind nur die Taten, die auch angezeigt wurden. Nach kann es den Gemeinden, die einfach die Farbe abwischen und schweigen, nicht verübeln: Die Aufklärungsquote geht gegen Null.

(Josef Bordat)