Über uns

Eine neue Studie gibt Auskunft über uns Deutsche.

Einige Schlaglichter, die sich entweder in der Studie auffinden lassen oder sich unmittelbar aus den präsentierten Daten ergeben.

Jede/r 50. Deutsche stimmt eher bzw. voll und ganz folgender Aussage zu: „Es ist für alle Beteiligten besser, wenn behinderte Menschen unter sich bleiben.“

Jede/r 40. Deutsche hat ein „manifest rechtsextremes Weltbild“.

Jede/r 30. Deutsche befürwortet die Errichtung einer Diktatur.

Jede/r 25. Deutsche stimmt eher bzw. voll und ganz folgender Aussage zu: „Durch ihr Verhalten sind Juden an ihren Verfolgungen mitschuldig.“

Jede/r 11. Deutsche ist fremdenfeindlich.

Jede/r 10. Deutsche stimmt eher bzw. voll und ganz folgender Aussage zu: „Die Weißen sind zu Recht führend in der Welt.“

Jede/r 9. Deutsche stimmt eher bzw. voll und ganz folgender Aussage zu: „Studien, die einen Klimawandel belegen, sind meist gefälscht.“ und „Muslimen sollte die Zuwanderung nach Deutschland untersagt werden.“

Jede/r 4. Deutsche stimmt eher bzw. voll und ganz folgender Aussage zu: „Es leben zu viele Ausländer in Deutschland.“

Jede/r 3. Deutsche meint: „Ich halte es für sinnlos, mich politisch zu engagieren.“

Jede/r 2. Deutsche stimmt eher bzw. voll und ganz folgenden Aussagen zu: „Es gibt geheime Organisationen, die großen Einfluss auf politische Entscheidungen haben.“ und „Ich vertraue meinen Gefühlen mehr als sogenannten Experten.“

Aufschlussreich.

(Josef Bordat)

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Südsudan: Krise hält an

Vor einigen Tagen hatte ich u.a. über die schwierige Lage im Südsudan geschrieben.

Gregor Schmidt, der Comboni-Missionar aus Berlin, auf den ich mich bezog, hat nun in einem Interview ausführlich die Situation geschildert. Er rät sowohl dem Präsident des Südsudan, Salva Kiir, als auch dem Oppositionsführer Riek Machar zum Rücktritt.

Alles weitere in dem lesenswerten Interview auf dem Portal der „Konferenz Weltkirche“.

(Josef Bordat)

Kamerun und Süd-Sudan

Zwei Ordensmänner haben mir gestern auf unterschiedlichen Wegen sehr nachdenklich stimmende Informationen zukommen lassen, die ich hier teilen möchte.

Zum einen hatte ich die Gelegenheit, den Erfahrungsbericht eines Fokolars aus Deutschland zu hören, der einige Jahre in einem Krankenhaus in Kamerun gearbeitet hat. Dieses Krankenhaus sowie andere soziale Einrichtungen (u.a. auch die einzige Schule in der Region) mussten die Missionare im Herbst 2018 aufgrund der zunehmenden Spannungen zwischen Rebellen und Regierungstruppen aufgeben. Die Rebellen streben die Unabhängigkeit des englischsprachigen Teils Kameruns von der französischsprachigen Mehrheit an. Der Kampf ist aussichtslos, der Preis ist hoch. Wie immer leiden besonders die Alten, die Kranken und die Kinder.

Gewalt von oben prägt das Leben der Menschen im Süd-Sudan, wo ein befreundeter Comboni-Missionar aus Berlin tätig ist. Dieser hat mir einen interessanten Artikel geschickt, der aufzeigt, wie die südsudanesische Regierung ethnische Säuberungen gegen viele einheimische Völker gezielt durchführt und einen tragfähigen Frieden unmöglich macht. Der englischsprachige Text der Anthropologin Carol Berger kann hier abgerufen werden.

Kamerun und Süd-Sudan – zwei Länder, an die ich in der Karwoche besonders denken werde. Dass dem Leiden und Sterben bald ein Ende gesetzt werden möge, damit neue Hoffnung auf Frieden wachsen kann, was die Voraussetzung dafür ist, um helfen, heilen, pflegen und bilden zu können. Mehr wollen die Missionare nicht.

(Josef Bordat)

Die gute Nachricht des Tages

Mittlerweile ist „Ewiges im Provisorium“ auf dem Markt.

Es kann

beim Verlag,

– im Buchhandel oder

via Amazon

bestellt werden.

Wie lange die Auslieferung dann dauert, ist vom Vertriebsweg abhängig. Vor Ostern sollten die jetzt bestellten Bücher aber vorliegen.

So, und jetzt die gute Nachricht des Tages: Das Buch kostet nur 14 Euro 80 – und damit einen Euro weniger als angekündigt.

Sollte nicht der alleinige Grund sein, das Buch zu kaufen, aber vielleicht ist es ja ein kleiner zusätzlicher Anreiz.

(Josef Bordat)

Besuch in Marokko: Islam und Migration

Papst Franziskus besucht am Wochenende Marokko. Zwei Termine sind dabei besonders interessant.

Zum einen das Treffen mit Imamen und islamischen Predigern, das in gewisser Weise die Fortsetzung des christlich-muslimischen Dialogs bedeutet, der mit der Abu Dhabi-Erklärung von Papst Franziskus und dem Kairoer Großimam Ahmad Mohammad Al-Tayyeb angeregt wurde.

Zum anderen die Begegnung mit Migranten im örtlichen Caritaszentrum. Das Schicksal der Flüchtlinge ist Papst Franziskus ein Herzensanliegen. Unvergessen die Bilder aus Lampedusa, als der Heilige Vater an das Elend der dort gestrandeten und an das Schicksal der im Mittelmeer ertrunkenen Migranten erinnert und für sie gebetet hat.

Man darf gespannt sein, wie die Gespräche und Begegnungen in Marokko laufen. Schönes Wochenende, Heiliger Vater!

(Josef Bordat)

Beachtliches Ergebnis

Laut aktuellem ARD-DeutschlandTrend sind 15 Prozent der Deutschen für und 39 Prozent der Deutschen gegen die geplante EU-Urheberrechtsreform. Es gibt also mehr als doppelt so viele Gegner wie Befürworter. Das überrascht kaum. Das eigentlich Erstaunliche an dem Ergebnis: Fast die Hälfte der Befragten (44 Prozent) gibt zu, dass ihr für ein fundiertes Urteil das Hintergrundwissen fehlt („kann ich nicht beurteilen“). Beachtlich für die heutige Zeit, in der doch jede und jeder zu allem eine Meinung hat.

(Josef Bordat)