Andreas Tim Kaegon und Paulus Chong Hasang

Heute gedenkt die Kirche der koreanischen Märtyrer Andreas Tim Kaegon und Paulus Chong Hasang. Sie stehen stellvertretend für tausende Märtyrer der Kirche Koreas.

Im 19. Jahrhundert fallen schätzungsweise 10.000 koreanische Katholiken der Verfolgung zum Opfer. Die Verfolgung der Kirche vollzieht sich in vier Wellen: kurz nach dem Verbot (1801), 1839-1841 (danach musste die Kirche komplett neu organisiert werden, da insbesondere Priester, u. a. der erste Bischof, ermordet wurden), 1846-1850 und schließlich – besonders heftig – in den Jahren 1866-1876 unter Prinzregent Taewongun. Erst mit der Staats- und Gesellschaftsreform im Jahre 1895 ebbt die Christenverfolgung in Korea ab. Es gibt dort am Ende des 19. Jahrhunderts nur noch einige tausend Katholiken.

Im 20. Jahrhunderten führt eine Rehabilitierung der Opfer zu einer weit über den Katholizismus hinausreichenden Verehrung der Kirchenpioniere Koreas. Auch der Vatikan zollt der Geschichte der Kirche in Korea gebührend Respekt: 1925 werden neun, 1968 weitere 24 Märtyrer selig gesprochen. Höhepunkt der noch jungen koreanischen Kirchengeschichte war sicherlich die 1984 – zum 200. Jahrestag der Kirchengründung in Korea – erfolgte Heiligsprechung von 93 koreanischen und 10 französischen Märtyrern der Verfolgungszeit durch Papst Johannes Paul II. Im August 2014 hat Papst Franziskus 124 weitere koreanische Märtyrer seliggesprochen.

(Josef Bordat)