Nur noch bis Ende des Jahres!

In der Mediathek von Bibel TV können Sie eine von Kirche in Not produzierte Sendung sehen, die in der Reihe „Glaubenskompass“ das Thema „Frauen in der Kirche“ behandelt.

Zu den hartnäckigsten Vorurteilen, denen sich die Kirche immer wieder ausgesetzt sieht, gehört ihre vermeintliche Frauenfeindlichkeit, die es z.B. nicht zulasse, dass Frauen Priester werden können. Ist die Kirche nur ein „Klub der alten Männer“? Ist das Christentum eine Religion, die den Mann mehr achtet als die Frau? Über diese Fragen spreche ich mit Volker Niggewöhner.

Schauen Sie mal rein. Doch lassen Sie sich bis dahin nicht zu viel Zeit: Der Beitrag ist nur noch bis Ende des Jahres in der Mediathek.

(Josef Bordat)

Advertisements

Engel

Engel sind beliebt. Nicht nur in vielen Religionen, auch in der Populärkultur spielen Engel eine wichtige Rolle. Drei Engel für Charlie, die „gelben Engel“ eines deutschen Automobilclubs, Send me an Angel oder auch – wer es noch kennt – Hubert Kahs Engel 07: „Jemand nahm den Kontakt auf / Engel 07 / in mir kam ein Verdacht auf / ist sie ein himmlischer Spion?“. Engel sind allgegenwärtig. Engel haben Konjunktur. Der populär-esoterische Engelglaube blüht.

Alles, was sonst noch zum Thema „Engel“ zu sagen wäre, also die Antworten auf Fragen zum Wesen („Wie muss ich mir einen Engel vorstellen?“), zur Position („Finden sich in der Bibel überhaupt hinreichend Hinweise auf die besondere Stellung von Engeln?“) und zur Bedeutung von Engeln („Was hab ich persönlich mit Engeln zu tun?“), können Sie sich heute in der Radio Horeb-Sendung „Katechismus“ (16:30 Uhr) anhören.

(Josef Bordat)

Und noch einmal: Zölibat

Ist der Zölibat Schuld an sexuellen Übergriffen von Priestern?

Das wurde ich kürzlich gefragt. Nicht zum ersten Mal. Dahinter steckt für mich die Vorstellung, dass ein Mann, der keine Frau hat, irgendwann zwangsläufig sexuell übergriffig werden müsse – von Natur aus Täter. Dem ist nicht so. Entsprechend gibt es keinen kausalen Zusammenhang zwischen Zölibat und Missbrauch, dass man also meinen sollte, zölibatär lebende Männer würden „aus der Not heraus“ zu Missbrauchstätern.

Aber: Die zölibatäre Lebensform war (und ist) attraktiv für Männer, die ihre (gesellschaftlich nicht akzeptierten) sexuellen Präferenzen heimlich ausleben wollen, während sie nach außen hin ein anerkanntes Leben führen, das Niemanden Verdacht schöpfen lässt. Zugleich haben sie in der pastoralen Arbeit tagtäglich Zugang zu Kindern und Jugendlichen. Das ist ein Problem – nicht nur der Kirche, sondern aller Einrichtungen der Erziehungs- und Bildungsarbeit.

Der Zölibat ist also nicht die Ursache von sexuellem Missbrauch, er kann aber die Wirkung haben, die Wahrscheinlichkeit für sexuellen Missbrauch in entsprechend organisierten Lebensformen zu erhöhen, weil er potentielle Täter anzieht.

Alles, was ich sonst noch zum Thema „Zölibat“ zu sagen habe, können Sie sich heute in der Radio Horeb-Sendung „Katechismus“ (16:30 Uhr) anhören oder hier durchlesen.

(Josef Bordat)

Erzbischof Koch packt Geschenke ein

Mit dem Projekt „Gott – mitten im Leben“ soll in der weitgehend areligiösen deutschen Hauptstadt der Glaube an Jesus Christus bezeugt werden. „Das ist unsere Hauptaufgabe“, sagt Berlins Erzbischof Heiner Koch.

Mit einem Heft greift das Erzbistum Berlin die Frage nach Gott in einer sehr elementaren Weise auf. Impulse, Bilder, Geschichten regen zum Nachdenken an, wie und wo wir Gott im Alltag begegnen können. Dazu gibt es Geschenkpapierbögen. Ein Wimmelbild lädt augenzwinkernd ein, die Protagonisten der Weihnachtsgeschichte zu entdecken.

Auf der Innenseite steht das Motto in neun Sprachen: „Gott kommt. Mitten ins Leben. Frohe Weihnachten!“ Auf deutsch, englisch, französisch, spanisch, italienisch, portugiesisch, polnisch, kroatisch, arabisch. Vielsprachig, wie das Erzbistum Berlin.

Das Erzbistum möchte damit „Lust machen, die eigenen Weihnachtsgeschenke mit dieser Weihnachtsbotschaft einzupacken – oder einpacken zu lassen“. Erzbischof Heiner Koch wird dabei tatkräftig mithelfen: An den ersten beiden Adventssamstagen wird er Geschenke einpacken, am Samstag, 1.12., von 17:30 bis 18:15 Uhr im „KaDeWe“ und am Samstag, 8.12., von 14:30 bis 15:15 Uhr in der „Galeria Kaufhof“.

(Josef Bordat)

Christen pilgern für Klimagerechtigkeit

Der Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit führt in diesem Jahr von Bonn (23. Weltklimakonferenz) über Düsseldorf, Hannover, Braunschweig, Halle, Leipzig, Dresden, Cottbus, Potsdam und Berlin nach Katowice (24. Weltklimakonferenz). Zu den Forderungen des Klimapilgerwegs, der im September am Ort der letzten Weltklimakonferenz in Bonn gestartet ist, zählt unter anderem die Einleitung des Kohleausstiegs in Deutschland.

Insgesamt erstreckt sich die Route über rund 1.700 Kilometer und endet am 9. Dezember in Katowice, wo parallel die 24. Weltklimakonferenz der UN beginnt. Die Aktion wird von einem breiten ökumenischen Bündnis aus 40 Organisationen, Initiativen und Unternehmen unterstützt, darunter die Hilfswerke Brot für die Welt und Misereor sowie die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die katholische Deutsche Bischofskonferenz und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“.

Der Ökumenische Klimapilgerweg führt vom 4. bis 27. November durch Berlin, Brandenburg und die schlesische Oberlausitz. Siebzehn Stationen werden von den beteiligten Kirchen zusammen mit Basispilgerinnen, Umweltorganisationen und vielen Helfern und Helferinnen aus den Gemeinden vorbereitet und gestaltet. Der Pilgerweg führt unter anderem zu Braunkohletagebauen, Kirchen oder besondere Orte der schönen Lausitzer Landschaft. In Cottbus, Frankfurt/Oder, Potsdam und Berlin sind zudem Workshoptage geplant.

Am 26. November 2018 wird ein ökumenischer deutsch-polnischer Abschlussgottesdienst unter dem Leitwort „Gegenwart erkennen und Zukunft gestalten“ um 18 Uhr in der Versöhnungskapelle in der Bernauer Straße 4 in Berlin gefeiert, mit dem evangelischen Landesbischof Dröge und dem Bamberger Erzbischof Schick (er hält die Predigt). Weiterhin werden zahlreiche polnische Bischöfe und Priester teilnehmen, für die symbolische Staffelweitergabe des Pilgerwegs nach Polen. Am 27. November 2018 um 8 Uhr senden Bischof Dröge und der Berliner Weihbischof Heinrich die Pilgerinnen und Pilger im Rahmen eines Gottesdienstes in der Melanchthon-Kirche (Planufer 84, Berlin-Kreuzberg) aus.

Weitere Informationen zu den einzelnen Etappen des Pilgerwegs finden Sie hier.

(Josef Bordat)

Lichtgestalt Lichtenberg

Eine Lichtgestalt in Szene gesetzt, beim Berliner Festival of Lights: Bernhard Lichtenberg.

BL
Bernhard Lichtenberg an der Fassade der St. Hedwigskathedrale. Foto: JoBo, 10-2018.

Eine Ausstellung hat sich im September dem Leben und Glaubenszeugnis Bernhard Lichtenbergs gewidmet. Am 30. Oktober lädt der Maximilian-Kaller-Kreis zu einem Vortrag über Bernhard Lichtenberg mit Dr. Gotthard Klein ein, dem Leiter des Diözesanarchivs und Diözesanpostulator des Heiligsprechungsprozesses.

(Josef Bordat)

Marsch für das Leben

Ich kann in diesem Jahr aus persönlichen Gründen nicht mitgehen, unterstütze aber das Anliegen des Marsches für das Leben am 22. September in Berlin.

Ich finde es wichtig, für das Leben zu demonstrieren, also zu zeigen, dass jeder Mensch – geboren oder nicht, behindert oder nicht, Deutscher oder nicht – ein Recht auf Leben hat und dass dieses Lebensrecht den zentralen Aspekt seiner absoluten Würde ausmacht, deren Achtung an keiner Stelle, in keiner Lage und aus keinem noch so verführerischen Grund relativiert werden darf.

Ich bin froh, dass der Marsch für das Leben gerade in einer räumlichen Umgebung stattfindet, also zwischen Kanzleramt und Reichstag, in der auch das Lebensrecht immer wieder neu zur Debatte steht, weil die Argumente für eine Relativierung des Lebensrechts verfangen: Selbstbestimmung, Eigenverantwortlichkeit, Freiheit. Das alles kann natürlich nur der Mensch reklamieren, der lebt. Und der hinreichend oberflächlich mit den Begriffen umgeht. Etwa mit dem der Selbstbestimmung.

Deswegen finde ich es gut und wichtig, dass wieder tausende Menschen ein Zeichen setzen für die Unbedingtheit des menschlichen Lebens und die Unantastbarkeit der Würde des Menschen.

(Josef Bordat)