Fest des Heiligen Daniel Comboni

Der Heilige Daniel Comboni (1831-1881) wurde 1996 selig- und 2003 heiliggesprochen. Sein liturgischer Gedenktag ist der Todestag, der 10. Oktober.

Die von Daniel Comboni 1867 in Verona gegründete Ordensgemeinschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Menschen in Afrika Versöhnung und Frieden durch das Evangelium zu ermöglichen, bei größtem Respekt vor ihren kulturellen Eigenheiten – als Gegenkonzept zum historischen Kolonialismus in der Gründungszeit des Ordens und auch zum aktuellen westlichen Kulturimperialismus.

Der Heilige Daniel Comboni auf einer Holztafel im Pfarrhaus der Gemeinde „El Buen Pastor“ in Arequipa/Peru. Sein Kopf ist eingerahmt von Grund und Ziel seines Wirkens: vom Kreuz und von einer Gruppe befreiter afrikanischer Sklaven, die ihre Kette zerreißen. Foto: JoBo, 9-2017.

Anfänglich vor allem im Sudan aktiv, wirkt der Orden mittlerweile auch in anderen Teilen der Welt. Sein unverkennbares Markenzeichen: die kultursensitive „Mission der Tat“ in sozialen und kariativen Projekten, beim Bau und Betrieb von Schulen und Krankenhäuser, mit Bildungsangeboten für Frauen und Jugendliche. Zumeist leisten die Comboni-Missionare dabei echte Pionierarbeit, verrichten dort soziale Arbeit, wo der Staat kläglich versagt.

So wie im Südsudan, wo der Berliner Comboni-Missionar Gregor Schmidt tätig ist. Ab und an kommt er mit seinen Erfahrungen nach Berlin und hält in Gemeinden und Schulen Vorträge über seine Arbeit. In diesem Jahr musste die Reise wegen der Corona-Pandemie leider ausfallen. 2017 hatte ich die Chance, bei einem seiner Vorträge dabei zu sein. Beeindruckend!

(Josef Bordat)