Danke! Danke! Danke!

Philipp Langmann schreibt in der März/April-Ausgabe von „Alle Welt“, der Zeitschrift des katholischen Hilfswerks Missio Österreich, über das „Sündenregister“: „Für manche ist die Kirche aufgrund dieser vermeintlichen Tatsachen gar eine ‚kriminelle Vereinigung‘. Als aktiver Web-Blogger kennt der Philosoph Josef Bordat die Vorwürfe im Internet und in den sozialen Medien aus der Nähe. Die 36 prägnanten Kapitel des Buches sind seine Antwort auf häufig formulierte Vorwürfe. Dabei geht es ihm nicht um pauschale Freisprüche von den Verfehlungen, sondern um eine differenzierte Darstellung, die der Wahrheit verpflichtet ist. Seine Darstellung ist sachlich, faktenorientiert und unaufgeregt. Und gerade deshalb für Kirchenferne wie auch Katholiken hilfreich“.

Andreas Püttmann‏ twittert unterdessen: „Wer seine Kritik an der katholischen #Kirche mal einem Faktencheck und ‚Clearing‘ unterziehen will, der wird von @JosefBordat, Wirtschaftsingenieur, Philosoph, Blogger und @DieTagespost-Redakteur, jetzt klug bedient in: https://lepanto-verlag.de/buecher/von-ablasshandel-bis-zoelibat-das-suendenregister-der-katholischen-kirche/ … Habe ich mit großem Gewinn gelesen“.

Und über Facebook erreicht mich die Nachricht eines Pfarrers, dass in der Veranstaltungsreihe „Feierabendgespräch“ des Geistlichen Zentrums Maria Rosenberg (Bistum Speyer) ab März Auszüge aus dem „Sündenregister“ gelesen und diskutiert werden. „Ein großer Wurf“, so sein Urteil über das Buch.

Ich kann nur sagen: Danke! Danke! Danke!

(Josef Bordat)

Advertisements

Was mir heute (wieder) auffiel

Ich bin ja immer auf der Suche nach interessanten Phänomenen und daher sehr glücklich, heute mal wieder auf ein solches gestoßen zu sein. Es handelt sich um eine besondere Spielart des Whataboutism, mit der nicht Kritik gekontert, sondern Freude vergällt werden soll. Bloß nicht zu früh freuen! Bedenke! Vielleicht kann man das, liebe Linguisten allerlei Geschlechts, ja auch noch irgendwie auf einen Begriff bringen. Muss kein englischer sein.

Folgende Situation: Man freut sich über die Freilassung eines Menschen, der offenbar unter Umständen und Bedingungen inhaftiert wurde bzw. war, die im Widerspruch zu rechtsstaatlichen Prinzipien stehen. Einige Menschen teilen diese Freude. Andere Menschen stellen in Kommentaren belastendes Material zusammen, offenbar in der Absicht, die Umstände und Bedingungen der Freilassung (von denen zur Stunde noch nichts bekannt ist) oder aber die freigelassene Person selbst zu kritisieren.

Ich gehe davon aus, dass diese Kommentatoren nicht der Ansicht sind, dass es in Ordnung ist, Menschen unter Umständen und Bedingungen zu inhaftieren, die im Widerspruch zu rechtsstaatlichen Prinzipien stehen. Das jedoch machte die Sache für mich zwar einfacher zu verstehen, ich will es aber trotzdem mal ausschließen. Jetzt aber stehe ich vor der Frage: Was soll das dann? Geht es um Ausgewogenheit? Um eine differenzierte Sicht der Dinge? Wo Licht ist, muss doch auch Schatten sein – kommt, lasset ihn uns suchen!

Stehen diese Menschen eigentlich auch am Rand des Sees, wenn ein Mann aus der Fluten gerettet wird, und verweisen auf dessen misslungenen Versuch, 1984 einen Leistungsschein in „Volkswirtschaftslehre II“ zu erwerben? Fällt ihnen zu Menschen, die aus einem brennenden Haus getragen werden, nicht mehr ein als deren Steuerschulden? Müssen wir heute eigentlich immer alles kaputtmachen, was auch nur ansatzweise so aussieht, als könnten wir uns darüber mal fünf Minuten lang einfach nur freuen?

Oder bin ich zu naiv für diese Welt?

Kann ja auch sein.

(Josef Bordat)

Edith Stein von A bis Z

Das von Marcus Knaup und Harald Seubert herausgegebene Edith Stein-Lexikon führt praxisorientiert in Schlüsselbegriffe des Denkens der Philosophin und Ordensfrau ein.

Vor drei Jahren wurde die Edith Stein-Gesamtausgabe (ESGA) fertig, die das gesamte Schrifttum der Schülerin Husserls, die vom Judentum über den Atheismus zum katholischen Glauben fand, sorgfältig und wissenschaftlich fundiert aufbereitet. In 26 Bänden versammelt der Herder-Verlag das Werk der Karmelitin Teresia Benedicta a Cruce – Teresia vom Kreuz gesegnet, die mit ihren Schriften der Philosophie und der Theologie gleichermaßen ein reiches Erbe hinterließ. Ihre Beiträge zur Anthropologie, die das auf Schöpfungstheologie und Christologie basierende Menschenbild der Bibel phänomenologisch durchdringen, ihre tiefen spirituellen und mystischen Gedanken und nicht zuletzt ihre biographischen Erfahrungen, die in Briefen und Notizen erhalten sind, machen Edith Stein zu einer der bedeutendsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre Texte gehören zur Pflichtlektüre für alle, die die geistesgeschichtliche Entwicklung der Moderne verstehen wollen.

Nun soll im Anschluss an diese wertvolle Edition eine Enzyklopädie das Denken der großen Intellektuellen, die seit 1998 für die Katholische Kirche eine Heilige ist, noch besser erschließen. Herausgegeben wurde das Edith Stein-Lexikon von Marcus Knaup und Harald Seubert, die beide ausgewiesene Experten sind – Knaup ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der FernUniversität in Hagen mit Spezialgebiet Anthropologie (von ihm liegt u.a. vor: Leib und Seele oder mind and brain? Zu einem Paradigmenwechsel im Menschenbild der Moderne, 2012); Seubert ist Professor für Philosophie und Religionswissenschaften an der STH Basel sowie Vorsitzender der Martin-Heidegger-Gesellschaft. Unter den Autoren lässt sich das „Who is who?“ der gegenwärtigen Edith Stein-Forschung wiederfinden: Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Joachim Feldes, René Raschke, Peter Volek, Viki Ranff und viele andere mehr.

In über 250 Artikeln informieren sie über die Bedeutung der für Edith Stein zentralen Begriffe und Personen – Zeitgenossen und Wegbegleiter wie Franz Brentano und Edmund Husserl, aber auch Philosophen und Theologen der Ideengeschichte, die ihr Denken prägten, wie Augustinus und Elisabeth von Thüringen, Platon und Descartes, Dominikus und Teresa von Ávila. Das Lexikon wendet sich nach Verlagsangaben „an alle am Denken Edith Steins Interessierte, an Dozierende, Studierende und an alle neugierigen Leser, die ermutigt und angeregt werden, sich den Originaltexten Edith Steins zum ersten Mal zuzuwenden“. Tatsächlich machen die kurzen Beiträge Appetit auf mehr. Das sehr praxisorientiert gestaltete Werk ermöglicht einen leichten Gebrauch – Stichwörter im Text sind farblich hervorgehoben, Hinweise am Ende des Artikels führen zu weiteren Informationen. Eine Zeittafel zum Leben der Heiligen und das Verzeichnis der ESGA-Bände sind weitere Zugaben, die in der akademischen Arbeit rasch Orientierung schaffen. Wer sich – aus welchem Grund auch immer – mit Edith Stein beschäftigt, kommt an diesem Lexikon nicht vorbei.

Bibliographische Angaben:

Marcus Knaup / Harald Seubert: Edith Stein-Lexikon.
Freiburg i. Br.: Herder 2017.
434 Seiten, € 38.
ISBN 978-3-451-34550-0.

(Josef Bordat)

Fastenpredigtreihe zum Gedenken an Bernhard Lichtenberg

Am 5. November 2018 jährt sich der Todestag des Seligen Bernhard Lichtenberg zum 75. Mal. In einer Fastenpredigtreihe werden Erzbischof Dr. Heiner Koch, Prälat Dr. Stefan Dybowski, Msgr. Ulrich Bonin, Prof. Dr. Stefan Samerski, Prälat Tobias Przytarski und Generalvikar P. Manfred Kollig SSCC Worte des Widerstandskämpfers gegen den Nationalsozialismus betrachten.

Die Fastenpredigten finden an den fünf Fastensonntagen und am Palmsonntag an unterschiedlichen Orten statt:

Erster Fastensonntag
18. Februar 2018, 10.00 Uhr
St. Mauritius, Berlin-Lichtenberg
Mauritiuskirchstraße 1
10365 Berlin

Erzbischof Dr. Heiner Koch
»… handelt nach dem strengen Gebote Jesu Christi ›Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‹ «

***

Zweiter Fastensonntag
24. Februar 2018, 17.00 Uhr (Vorabendmesse)
St. Marien, Berlin-Karlshorst
Gundelfinger Straße 37
10318 Berlin
und
25. Februar 2018, 10.30 Uhr
Zum Guten Hirten, Berlin-Friedrichsfelde
Kurze Straße 4
10315 Berlin

Domkapitular Prälat Dr. Stefan Dybowski
»In der Hoffnung fröhlich, in der Trübsal geduldig…«

***

Dritter Fastensonntag
4. März 2018, 9.30 Uhr
St. Michael, Berlin-Mitte
Michaelkirchplatz 10
10179 Berlin

Domkapitular Msgr. Ulrich Bonin
»Ich will alles, was mir widerfährt, Freudiges wie Schmerzliches, Erhebendes und Niederdrückendes im Lichte der Ewigkeit ansehen.«

***

Vierter Fastensonntag
11. März 2018, 10.30 Uhr
Herz Jesu, Berlin-Charlottenburg
Alt-Lietzow 23
10587 Berlin

Pfarrer Prof. Dr. Stefan Samerski
»Ich werde meinem Gewissen folgen und alle Konsequenzen mit in Kauf nehmen.«

***

Fünfter Fastensonntag
18. März 2018, 9.00 Uhr
St. Georg, Berlin-Pankow
Kissingenstraße 33
13189 Berlin

Dompropst Prälat Tobias Przytarski
»Bis zum letzten Atemzug treu.«

***

Palmsonntag
25. März 2018, 10.00 Uhr und 18.00Uhr
St. Hedwigs-Kathedrale, Berlin-Mitte
Bebelplatz
10117 Berlin

Generalvikar P. Manfred Kollig SSCC
»Alles aus Liebe tun und alles aus Liebe leiden.«

Pfarrer Lutz Nehk, der Beauftragte für Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit im Erzbistum Berlin, erläutert die Idee der außergewöhnlichen Predigtreihe, die in verschiedenen Kirchen Berlins Station macht: „Die Biographie des Seligen zeigt sehr deutlich, dass er in der Stadt Berlin an sehr vielen Orten als Seelsorger tätig war. Er hat Gemeinden geprägt und Kirchen gebaut. Um diese Vielfalt der ‚Lichtenberg-Orte‘ in Berlin deutlich zu machen, finden diese Fastenpredigten nicht zentral nur an dem Ort statt, wo er beerdigt ist, nämlich in der St. Hedwigs-Kathedrale, sondern an sechs verschiedenen.“

(Josef Bordat)

Olympias Siegerinnen

Sie haben dreimal verloren und mit 1 zu 20 ein nicht ganz so günstiges Torverhältnis, aber dennoch sind sie die vielleicht größten Gewinner der Olympischen Spiele von Pyeongchang: die 35 Spielerinnen der gesamtkoreanischen Damen-Eishockeymannschaft:

Genevieve Kim KNOWLES
KO Hyein
EOM Suyeon
KIM Un Hyang
PARK Caroline Nancy
CHOI Yujung
IM Danelle
KIM Selin
PARK Jongah
CHOI Jiyeon
PARK Ye Eun
KIM Heewon
LEE Eunji
RYO Song Hui
PARK Chaelin
JO Su Sie
HAN Soojin
KIM Un Jong
HAN Dohee
LEE Yeon Jeong
JUNG Siyun
PARK Yoonjung
CHO Mihwan
RI Pom
KIM Hyang Mi
JONG Su Hyon
LEE Jingyu
SHIN So Jung
JIN Ok
CHOE Un Gyong
Randi Heesoo GRIFFIN
HWANG Chung Gum
HWANG Sol Gyong
RYU Su Jong
CHOE Jong Hui

Solange miteinander gespielt wird, wird nicht aufeinander geschossen.

(Josef Bordat)